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10 Insider-Tipps für Lyon

Lyon wird – so wie auch Paris – als französische „Lichterstadt“ bezeichnet. Das hat einen Grund, denn jedes Jahr im Dezember findet in Lyon ein aufsehenerregendes Festival statt: die Fête des Lumières. Carole war dort und genoss am Abend die vielen Lichtprojektionen in der Stadt. Doch tagsüber ging sie auf Entdeckungstour. Hier folgen die Highlights von Lyon, die man laut Carole unbedingt sehen sollte!

Einer der großen Anziehungspunkte von Lyon ist die Fête des Lumières. Dieses jährlich wiederkehrende Lichtfestival begann als religiöses Fest mit dem Anzünden von Kerzen. Inzwischen ist es zu einem immens großen Festival herangewachsen, das Millionen Besucher pro Jahr anzieht. Carole war im letzten Jahr mit dabei und stellte ein paar praktische Tipps zusammen, falls ihr dieses Spektakel selbst einmal miterleben möchtet. Außerdem empfiehlt sie euch, genug Zeit einzuplanen, um Lyon auch bei Tageslicht zu erkunden. Zum Beispiel mit dem Fahrrad während einer Radtour entlang der Flussufer oder bei einem Spaziergang durch das historische Viertel Vieux-Lyon. Oder ihr unternehmt eine Zeitreise und seht euch das römische Amphitheater und das dazugehörige Museum an.

10 Insider Tipps in Lyon für das Lichtfestival Anooki, schönes Kunstwerk der Fête des Lumières 2018

Und dies sind Caroles Entdeckungen während ihres Lyon-Aufenthaltes im Dezember 2018:

1. Halles Paul Bocuse: Dieses Gourmetparadies besucht man am besten gleich bei der Ankunft mit dem Flughafenshuttle, oder direkt vor dem Heimflug. Die Lyoner sitzen hier sogar schon um 11.00 Uhr an einem Teller mit Austern oder Seeigeln!

Halles Paul Bocuse Lyon

2. Führung durch die Altstadt: Mit der City Card von Lyon könnt ihr tagesweise eine kostenlose Führung durch Vieux-Lyon buchen. Die Stadtführer zeigen euch die Traboules, die versteckten Innenhöfe, in diesem zwischen Mittelalter und Renaissance entstandenen Innenstadtviertel. Für alle, die auf eigene Faust die Traboules erkunden möchten, gibt es eine praktische App.

Vieux Lyon

3. La Croix-Rousse und Le Gros Caillou: Für einen herrlichen Blick über die Stadt lohnt sich der Aufstieg ins ehemalige Seidenweberviertel La Croix Rousse mit seinen reizenden Gassen, alten Arbeiterhäusern, Künstlerateliers, trendig-alternativen Kneipen und Geschäften, kleinen Handwerkerläden und jeder Menge Streetart. Ein bisschen hipstermäßig, aber auf die angenehme Art. Meine Entdeckungen: La Bijouterie, ein asiatisch angehauchtes Restaurant am Fuß des Hügels, ideal zur Stärkung vor dem Aufstieg. Die Boutique Bonne Vague (1, rue Abbé Rozier) mit T-Shirts, Sweatern und Kleidern für jedes Alter; ökologisch, praktisch und zugleich schick. Le Hood Bar, eine tolle Waffelbar, deren köstlichen Verlockungen man nur schwer widerstehen kann – ich konnte es jedenfalls nicht.

La Bijouterie Lyon Restaurant

4. Fourvière und die Basilika: Auf den Fourvière-Hügel gelangt man über mindestens genauso viele Treppen wie ins Croix-Rousse-Viertel. Hier legen viele Lyoner in der Mittagspause eine Joggingrunde ein, als Vorbereitung zum Gebirgstrail. Dieser Stadtteil ist bedeutend ruhiger als La Croix-Rousse: Anstatt zu shoppen bewundert man hier die Aussicht und vor allem die Basilika, die in ihrem hellen Innenraum mit zauberhaften Mosaikwänden begeistert. Mit der City Card kann man nach vorheriger Reservierung an einer kostenlosen Führung über die Dächer der Basilika teilnehmen. Wieder hinab in die Stadt geht’s über das römische Amphitheater, in dem im Sommer Open-Air-Konzerte stattfinden.

Fourviere und Basilika in Lyon

5. Museen: Absolut empfehlenswert ist das Musée des Confluences mit seiner markanten futuristischen Architektur und seinen wunderbar präsentierten Ausstellungen, aber auch das Musée des Beaux-Arts – nach dem Louvre das zweitgrößte Museum Frankreichs. Wenn die Zeit nicht für alle 70 Säle reicht, solltet ihr aber auf jeden Fall den herrlichen Garten im Innenhof mit seinem einladenden Teesalon besuchen. Ich habe es auch noch ins Musée des Arts Décoratifs et des Tissus geschafft, das sich vor allem wegen der edlen Seidenstoffe lohnt. Mit der City Card könnt ihr übrigens 23 Museen kostenlos besuchen! Da kann man viele tolle Entdeckungen machen, und wenn es einem doch mal nicht gefällt, hat man wenigstens kein Eintrittsgeld verplempert.

Museum in Lyon - Confluences

6. Restaurantbesuch: In der gastronomischen Hauptstadt Frankreichs gibt es natürlich jede Menge guter Bistros und Restaurants, darunter auch einige mit Sternen. Als Vegetarierin, überzeugte Bio-Esserin und Freundin der verfeinerten lokalen Küche habe ich mich für das PraiRial entschieden, das ebenfalls mit einem Michelinstern ausgezeichnet wurde. In diesem Lokal serviert man ein komplett vegetarisches Menü, aber auch Fisch- und Fleischliebhaber kommen hier auf ihre Kosten. Das Ambiente ist zeitgenössisch-modern und trotzdem behaglich.

Prairial biologische Restaurant in Lyon

7. Schlendern, schauen, staunen: Lyon ist voll von Plätzen, Straßen, Gassen, Höfen, Gärten und Streetart-Kunstwerken, die nur darauf warten, entdeckt zu werden. Traut euch ruhig, hier und da mal neugierig eine Tür aufzustoßen und verborgene Perlen zu erspähen. Ihr werdet nicht enttäuscht sein!

Lyon street art

8. Lyoner Spezialitäten: Probiert unbedingt den köstlichen Zuckerkuchen oder die Brioche mit pralines roses (rosafarbenen Zuckermandeln). Die beste gibt’s bei Pralus in La Croix Rousse. Da heißt es zwar wieder Treppen steigen, aber es lohnt sich! Ihr könnt natürlich auch mit der Metro hinfahren, mit der City Card sogar kostenlos.

Pralines Rose Meringues Lyon

9. Frühstück à la française: Das Grand Café des Négociants ist eine wahre Institution in Lyon, die man wirklich mal besucht haben sollte. Hier bekommt ihr ein herrliches französisches Frühstück zu absolut erschwinglichen Preisen (9,50 € inkl. Orangensaft, Heißgetränk, Croissant und Baguette) in einem prunkvollen Ambiente.

Le grand Café des Négociants Lyon

10. Radfahren am Rhône-Ufer: Leiht euch ein Velo’v, wie die städtischen Cityräder hier hießen, und macht eine Tour durch die Stadt, am besten am Ufer der Rhône oder der Saône entlang. Die Strecke vom Musée des Confluences bis zur Oper ist gerade bei Dunkelheit einfach zauberhaft. Die Velo’v-Fahrradstationen findet ihr über die ganze Stadt verteilt. Und wenn ich beim nächsten Mal etwas mehr Zeit habe, werde ich dem selbst im Winter geöffneten Freibad direkt an der Rhône garantiert einen Besuch abstatten!

Velo’v Lyon

Mit dem Fahrrad in Lyon

Tipp 1 : Wollt ihr schnell die ganze Stadt Lyon als Miniatur entdecken, hier könnt ihr Tickets für Mini World Lyon kaufen.
Tipp 2 : die französische Stadt Lyon mit dem Fahrrad entdecken. Das könnt ihr auch machen zum Beispiel mit Baja Bikes.

Fotos und Text: Carole Gölitz, weitere Fotos: CC/Robyn Thiessen (Fourvière), Interieur Prairial

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