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19 Tipps für die Pariser Metro

Die günstigsten Tickets, die Tricks der Taschendiebe, die wichtigsten Strecken und Anfängerfehler, die man vermeiden sollte … jetzt werdet ihr zu Metro-Profis!


1. Typischer Touristen-Fehler: Die Metrokarte, die ihr gerade in den Automaten gesteckt habt, kommt oben wieder raus. Vergesst nicht, sie dort rauszuholen, denn sonst rennt ihr mit vollem Schwung gegen eine Stange, die sich nicht öffnet. Autsch!

2. Das Ticket nicht wegwerfen oder verlieren, denn an manchen Metrostationen braucht ihr die Karte, um herauszukommen. Außerdem kann es beim Umsteigen Fahrscheinkontrollen geben.

Metro-Ticket in Paris: die günstigste Variante

3. Kauft ein carnet, eine Zehnerkarte für 14,50 €, das ist um einiges günstiger als Einzelkarten (1,90 €). Ihr könnt auch den uneingeschränkt nutzbaren Pass (VisitePass) kaufen (21,50 €). Falls ihr eine Rundfahrt auf der Seine plant, dann ist es am besten, wenn ihr euch im Voraus den Metro-/BootPass für 32,50  bestellt, mit dem ihr unbegrenzt Metro fahren könnt und der auch eine Rundfahrt enthält. Es gibt auch Rabatte für Kinder (4-11 Jahre).

4. Für Kinder zwischen 4 und 10 Jahre gibt es Karten mit tarif réduit (7,25 €/10 Stück). Kinder, die jünger als 4 Jahre sind, fahren in Paris gratis mit der Metro.

5. Tageskarten (ab 11,65 €) lohnen sich, wenn man an einem Tag mindestens 8 x die Metro oder den Bus nimmt. Will man noch ein Stück zu Fuß unterwegs sein, dann bekommt man die 8 Fahrten kaum hin. Bei Mehrtageskarten muss man mindestens 6 Fahrten p. P./pro Tag absolvieren, um zu sparen – das ist ziemlich viel.

6. Habt ihr Gepäck dabei? Schiebt das dann vor euch durch die Drehtür und drückt euch mit der Tasche durch. Das Gleiche gilt für Kinder: Sie gehen zuerst, dann kann man ihnen noch helfen, falls etwas schiefläuft.

Metro in Paris

7. Besser nicht auf dem Bahnsteig zur Metro rennen, wenn sie kurz vor dem Losfahren ist. Tagsüber kommt sowieso alle 2-4 Minuten wieder eine neue an, und wenn man komplett erschöpft und nach Luft schnappend im Wagon steht, dann ist man das perfekte Opfer für Taschendiebe.

8. Tipp: Vor der Fahrt mit den Kindern darüber sprechen, was sie tun müssen, wenn es nicht alle gleichzeitig aus der Metro geschafft haben. Bestimmt kommt es nicht vor. Doch die Panik wäre dann auf jeden Fall nicht ganz so groß, falls doch mal was schiefgeht.

9. Wenn ihr noch auf der Suche nach einem Hotel in Paris seid und ihr habt mehrere Hotels zur Auswahl, dann wäre es praktisch, wenn die Unterkunft in der Nähe dieser zwei Metrolinien liegen würde: Metrolinie 1 (Ost-Westverbindung entlang von Champs-Elysées, Concorde, Tuileries, Louvre, Marais und Bastille) sowie Metrolinie 4 (Nord-Südverbindung von Gare du Nord nach Saint-Germain-des-Prés und Montparnasse).

10. Passt auf: Die Taschendiebe in der Pariser Metro sind als „Touristen-Familie“ verkleidet (einschließlich Stadtplan und Kindern – traurig, aber wahr). Seid also auf der Hut! Sogar Gruppen junger Mädchen um die 15 Jahre gehören zu den Verdächtigen, obwohl sie sich ganz normal verhalten.

Taschendiebe in der Pariser Metro

11. Vorsicht in der Metrolinie 9, die entlang der Sehenswürdigkeiten wie Eiffelturm und Champs-Elysées fährt. Hier fahren auch viele Taschendiebe mit, die sich auf Touristen spezialisiert haben. Sobald sie eine andere Sprache hören, wird man zum Opfer. Also aufpassen. Das Gleiche gilt für die Metrolinie 1.

12. Mit Abstand die unangenehmste Metrolinie von ganz Paris ist die Linie 13 (Saint-Ouen-Gare Saint-Lazare-Montparnasse): immer proppenvoll und schwer hineinzukommen – also besser vermeiden, wenn es geht.

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13. Gut zu wissen: Die Klappsitze an den Türen darf man nur benutzen, wenn es in der Metro relativ leer ist. Sobald viele Menschen hineinströmen, sollte man aufstehen und Platz machen (so mancher Pariser macht einen in solch einer Situation auch darauf aufmerksam, très poliment, bien-sûr).

14. RATP, das städtische Transportunternehmen von Paris, hat eine Smartphone-App entwickelt, die auch in Deutsch angeboten wird. Super praktisch, wenn man wissen möchte, wie man am schnellsten wohin kommt, wo es eine Metrostation gibt und wann welche Sehenswürdigkeiten geöffnet sind. Größtenteils kann man die App auch ohne Internet nutzen (für Android und hier für iPhone).

Metrostation in Paris

15. Am Gare du Nord sieht man oft „taubstumme“ Mädchen, die Unterschriften für eine Petition sammeln und danach (viel) Geld möchten. Nichts als Betrug. An diesem bekannten Bahnhof wird auch oft Gepäck gestohlen. Passt also gut auf.

16. Die anstrengendste Metrostation von Paris: Abbesses in Montmartre, die 36 Meter in der Tiefe liegt und zu der man wadenzwickende 140 Stufen herabsteigen muss (oder den überfüllten Lift nutzen).

17. Mit einem einzigen Metroticket könnt ihr so oft umsteigen, wie ihr wollt (auch in der RER), es ist 1 Stunde gültig. Metrokarten sind auch im Bus gültig, und auch hier kann man – in dem entsprechenden Zeitraum – so oft umsteigen wie man möchte. Einziges Problem: Ihr könnt nicht von der Metro in den Bus wechseln (oder andersrum).

18. Seid ihr in Eile? Vermeidet dann Châtelet-Les Halles und Montparnasse als Umsteigestationen, denn die Metrolinien liegen dort weit auseinander und man muss lange Strecken über ein Laufband zurücklegen.

19. Und zum Schluss: Habt ihr schwere Koffer? Vermeidet dann besser die Metro und nehmt ein Taxi oder Uber, denn es gibt nur wenige Metrostationen mit Liften und Rolltreppen. Ihr könnt euch sonst noch einen Bruch holen, in diesem so schönen, aber uralten Pariser Untergrund …

Pariser Metro: 19 Tipps

Text: Nicky Bouwmeester, Copyright frankrijk.nl Fotos: Flickr/CC  Benjamin Bousquet, Aleix Cortès, Katchooo, Luc Legay, Bert Knot.

Sehr praktisch ist diese Metrokarte von Paris, die euch zeigt, wie lange der Laufabstand zwischen 2 Metrostationen ist. Manchmal lohnt es sich gar nicht, die Metro zu nehmen!

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2 Antworten zu “19 Tipps für die Pariser Metro”

  1. Anna-Katharina Rommel sagt:

    Super Tipps und hilfreich

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