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7 Verkehrsverstöße, die man in Frankreich besser vermeidet

Obacht: In Frankreich kann man sich als Autofahrer oder Radler Strafen einfangen, die wir gar nicht kennen. Die Bußgelder sind gepfeffert, und manche flattern einem ins Haus, ohne dass man sich irgendeiner Schuld bewusst ist. Wie man unangenehme Überraschungen nach dem Urlaub vermeidet …

Ahnungslos in die Falle getappt

Schöne Bescherung nach den Ferien: ein Bußgeldbescheid, weil man im Ausland gegen eine völlig unbekannte Verkehrsregel verstoßen hat. In Frankreich muss man dafür noch nicht mal von der Polizei angehalten werden. Seit 31. Dezember 2016 werden nämlich auch von Überwachungskameras aufgezeichnete Verkehrsverstöße geahndet. Vidéo-verbalisation nennt sich das. Über das Kfz.-Kennzeichen werden die Verkehrssünder ausfindig gemacht. Leider auch ausländische Touristen.

Rabatt bei zügiger Zahlung

Zum Trost: Die Geldbuße fällt niedriger aus, wenn man sie sofort (innerhalb von 3 Tagen) bezahlt. Dieser ermäßigte Tarif heißt amende minorée. In den nachfolgenden Beispielen gehen wir vom Normaltarif aus, der amende forfaitaire. Wer zu spät zahlt (mehr als 45 Tage nach Zahlungsfrist), erlebt sein blau-weiß-rotes Wunder: Das Bußgeld verdreifacht sich.

Gendarmerie - Polizei in Frankreich

7 Verkehrsverstöße, auf die man in Frankreich bedacht sein muss:

1. Fahren mit Kopfhörern (auch mit dem Fahrrad!) – 135 Euro Strafe

Telefonieren mit dem Handy, egal ob im Auto oder auf dem Rad, ist in Frankreich schon lange strafbar, doch seit 2015 gilt dies auch für die Benutzung von Kopf- und Ohrhörern zum Telefonieren oder Musikhören, und zwar für ALLE Fahrzeugführer.

2. Radaufstellstreifen vor der Ampel blockieren – 35 Euro Strafe

Wenn man mit dem Auto vor der roten Ampel auf dem Radaufstellstreifen (sas-vélo) zum Stehen kommt, begeht man einen Verstoß, der auch von Verkehrsüberwachsungskameras aufgezeichnet und mit einem Bußgeld belegt werden kann.

3. Kinder auf dem Rad ohne Helm – 135 Euro Strafe

Ganz neu im Bußgeldkatalog: Ab 22. März 2017 dürfen Kinder unter 12 Jahren nicht ohne Helm auf dem Fahrrad sitzen. Dabei ist es egal, ob sie selbst radeln oder auf dem Kindersitz befördert werden. Der erwachsene Begleiter kriegt die Strafe, die Kinder natürlich nicht … Bring ihnen also schon mal diesen Satz bei: „Je ne connais pas ce monsieur / cette dame“ 🙂

4. Ohne gelbe Sicherheitsweste im Auto unterwegs – 135 Euro Strafe

Seit 2008 ist das Mitführen eines Warndreiecks und einer reflektierenden Sicherheitsweste (eine für JEDEN Insassen!) in Frankreich Pflicht. Letztere muss man zur Hand haben, wenn man das Gefahrendreieck aufstellt (also Achtung: Mitführen im Kofferraum gilt nicht). Was den Atemtest im Auto betrifft, der oft als obligatorisch bezeichnet wird: Das stimmt nicht, diese Regel ist ein für alle Mal abgeschafft worden.

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5. Fahren in einer französischen Umweltzone ohne Umweltplakette – 68 Euro Strafe

In Paris und mehreren anderen französischen Großstädten ist eine Umweltplakette heutzutage obligatorisch. Anhand der Nummer auf diesem Aufkleber (an Ihrer Windschutzscheibe) kann die französische Polizei erkennen, ob Ihr Auto zu bestimmten Zeiten in diesen Städten herumfahren oder parken darf. Seit Sommer 2019 sind alte Dieselloks auf der Ringstraße und in Paris sogar komplett verboten. Mehrere französische Departements haben ebenfalls Umweltzonen erklärt. Das Betreten solcher Zonen ohne Vignette oder mit einem zu umweltschädlichen Auto kann mit einer Geldstrafe belegt werden. Weitere Informationen über den sogenannten Crit’AirAufkleber.

6. Abends ohne Sicherheitsweste auf dem Rad erwischt – 35 Euro Strafe

Seit 2008 müssen Radfahrer in Frankreich nach Nachteinbruch außerhalb geschlossener Ortschaften eine reflektierende Sicherheitsweste tragen. Bei Dunkelheit absolut verboten (sogar in der Stadt): nebeneinander fahren!

7. In einem stillstehenden Auto am Straßenrand telefonieren – 135 Euro Bußgeld

Autofahrern, die in Frankreich mit ihrem Auto am Straßenrand anhalten, um einen Anruf anzunehmen oder eine Nachricht zu schreiben, riskieren in Zukunft  eine Strafe in Höhe von 135 Euro. Es ist jedoch schon erlaubt, in einem Auto zu telefonieren, wenn man auf einem eingezeichneten Parkplatz an der Straße steht.

Ferner das Übliche: Fahren ohne Gurt (135 €), Geschwindigkeitsüberschreitung (bis 20 km/h zwischen 68 € und 135 €), gefährliche Überholmanöver (135 €) oder Überfahren einer durchgezogenen Linie (135 €).

In einem stillstehenden Auto am Straßenrand telefonieren – Bußgeld

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Text: Nicky Bouwmeester, Copyrights frankrijk & frankreich webazines

Eine Antwort zu “7 Verkehrsverstöße, die man in Frankreich besser vermeidet”

  1. Heimito sagt:

    Zu 5.: Schade, ich wollte dieses Jahr unbedingt mit meiner alten Diesellok über die Place de la Concorde brettern…

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