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„Könnten die Zikaden etwas leiser sein?”- Provence-Touristen beschweren sich

Dass sich Touristen manchmal etwas seltsam verhalten, das wussten wir bereits. Doch diesen Sommer gab es in der Provence eine sehr merkwürdige Aktion: Der Bürgermeister eines Städtchen in der Nähe von Toulon wurde gebeten, etwas gegen den aufdringlichen Lärm zu unternehmen … und der kam aus der Natur! 

Übernachtung in der Höhle, Lagerfeuer im Schloss

Im Sommer mussten 3 spanische Touristen eine ganze Nacht in Le Gouffre de Padirac, einer bekannten Höhle im Lot, verbringen. Sie hatten das Schließungssignal überhört und wurden von den Mitarbeitern in der Höhle eingeschlossen. Auweia. Noch viel bunter trieben es Touristen zu Jahresbeginn, als sie ein paar Holzscheite in ein Kaminfeuer im Schloss Chambord warfen, weil ihnen zu kalt war. Warm wurde es ihnen schnell, denn das jahrhundertalte Schloss im Loiretal brannte fast ab.

Zicaden Provence

Zikaden stören Urlaubsruhe

Logisch, Fehler können jedem einmal passieren. Doch ein paar Touristen aus Paris übertrieben es diesen Sommer maßlos. Der Bürgermeister von Le Beausset im Var, unweit von Toulon, wurde 2 mal aufgefordert, die Bäume des Städtchens mit Gift zu besprühen, weil das Zirpen der Zikaden „so aufdringlich laut“ wäre. Der genervte Bürgermeister wandte sich an den Radiosender France Bleu. „Cigales gehören zur Provence einfach mit dazu. Wem diese Tiere nicht in den Kram passen, der sollte zu Hause bleiben“, erklärte er wütend. Die Pariser können  manchmal merkwürdig sein …


Fotos: CC/t0mweb (cigale), CC/Ming Yen Hsu (Souvenirs)

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