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Corona-Pandemie in Frankreich – LETZTES UPDATE

Seit letzter Woche gilt in ganz Frankreich eine frühzeitige Sperrstunde, und auch Einreisende aus Schengenländern müssen einen negativen Corona-Test vorweisen können. Hier findet ihr aktuelle Informationen zur Corona-Situation in Frankreich.

Letzte Update: 22. Januar 

Update vom 22.1. Ab nächsten Sonntag, 24.1., muss bei der Einreise nach Frankreich das Ergebnis eines vor maximal 72 Stunden durchgeführten negativen PCR-Tests mitgeführt werden. Touristen, die aus Nicht-Schengenländern nach Frankreich einreisen, müssen schon länger einen negativen Test vorweisen können und sich danach 7 Tage in Quarantäne begeben, gefolgt von einem zweiten Test.

Der französische Gesundheitsminister empfahl am 22.1. auch die Verwendung von chirurgischen Masken. Die (Wegwerf-) Masken sollen einen besseren Schutz gegen die neuesten Corona-Mutationen bieten als Stoffmasken oder selbstgemachter Mundschutz. Einen strengeren Lockdown in Frankreich (erneute Schließung der Geschäfte) erwähnte der Minister – trotz heftiger Spekulationen – nicht.

Update vom 21.1. Die französische Regierung bestätigte weiterhin, dass die Skigebiete in Frankreich auch Anfang Februar noch nicht öffnen werden.

Die wichtigsten Lockdown-Maßnahmen in Frankreich:

– Seit 16.1. gilt in ganz Frankreich eine Ausgangssperre von 18:00 bis 6:00 Uhr

– Einwohner dürfen in dieser Zeit nur noch mit einer ausgefüllten attestation de déplacement auf die Straße, so wie es schon während des Lockdowns im Frühling der Fall war.

Tagsüber können sich die Franzosen frei bewegen (auch zwischen den Departements/Regionen), das Ausgangsformular ist dann nicht notwendig

– Wer nach 20.00 Uhr (bzw. 18 Uhr) auf der Straße angetroffen wird, muss einen triftigen Grund haben, z.B. medizinische Anlässe, Apothekenbesuch oder berufliche Gründe (wofür man eine Bescheinigung des Arbeitgebers braucht).

– Es werden zusätzliche Polizeikontrollen durchgeführt, um die nächtliche Ausgangssperre zu handhaben. Wer sich ohne triftigen Grund nach 20.00 Uhr (bzw. 18 Uhr) auf der Straße aufhält, muss mit einem Bußgeld in Höhe von 135 € rechnen.

Mund-Nasen-Schutz ist überall verpflichtend, auch außerhalb vielbelebter Gebiete. Die französische Regierung rät zur Verwendung von chirurgischen Masken, da diese besser schützen sollen als Stoffmasken.

– Die nicht-lebensnotwendigen Geschäfte sind – ebenso wie die Kirchen – geöffnet.

Homeoffice bleibt – sofern möglich – verpflichtend in Frankreich.

Die Kitas und Schulen waren und bleiben geöffnet. Jedoch müssen auch Schüler ab 6 Jahre eine Maske im Klassenzimmer tragen (bisher war die Grenze 11+ Jahre).

– Private Treffen sollen auf ein Minimum beschränkt werden. Zu Hause dürfen nicht mehr als 6 Erwachsenezusammenkommen.

– Veranstaltungen und große Zusammenkünfte bleiben verboten.

Hotels dürfen offenbleiben, doch es wird nur Roomservice angeboten; auch die Hotel-Gastronomie bleibt zu.

– Restaurants, Museen und Kinos dürfen nicht – wie geplant – im Januar öffnen. Am 20. Januar wird die französische Regierung die Lage erneut beurteilen und eventuell Lockerungen im Februar bekannt geben.

– Tankstellen, Autowerkstätten und -vermietungen können offen bleiben.

– Die Grenzen innerhalb Europas bleiben offen, für Einreisende aus anderen Ländern (außerhalb der EU) gelten strenge Grenzbeschränkungen und ein negativer Corona-Test ist erforderlich.

– Die französischen Skiorte sind geöffnet, aber Lifte gehen nicht und ein Öffnungsdatum ist auch nicht in Sicht.

– Altenheime dürfen weiterhin Besuch empfangen, und die Franzosen können die Kirche aufsuchen (jedoch nicht zu den Gottesdiensten).

– Parkanlagen, Wälder und Strände bleiben während des zweiten Lockdowns zugänglich.

corona

Wie ist die derzeitige Situation in Frankreich?

Nachdem sich die Situation in Frankreich ab November entspannt hat, steigt die Zahl der Neuinfektionen mit Coronas (= positive Tests) seit der dritten Dezemberwoche wieder an: jetzt etwa 20.000 Neuinfektionen pro Tag (20.01).

Der R-Wert liegt in Frankreich derzeit bei 1,19 (Wert vom 20.1.), die durchschnittliche Auslastung der französischen Krankenhäuser bei rund 49%. Die regionalen Unterschiede sind allerdings groß. Im Großen und Ganzen ist die Situation im westlichen Teil des Landes einigermaßen tragbar, doch im Osten und Südosten Frankreichs sind die Fallzahlen der Coronavirusinfektionen recht hoch.

Schlecht ist die Lage vor allem in den Regionen Grand Est (vor allem in den französischen Ardennen und Lothringen), Provence-Alpes-Côte d’Azur (Alpes-Maritimes, Hautes-Alpes), Bourgogne-Franche-Comté (vor allem in Jura, Nièvre und Yonne, Auvergne-Rhône-Alpes (Ardèche, Allier).

Französische Departements mit dwenig Inzidenzwerten sind u.a.: Charente-Maritime, Finistère, Morbihan, Côtes d’Armor (Bretagne), Calvados, Manche (Normandie), Gironde (Bordeaux), Vendée, Loire-Atlantique (Nantes).

Frankreich begann Ende Dezember mit dem Impfen (Pfizer, Moderna), doch es geht langsam voran. Die Regierung erwartet, dass alle Franzosen mit Vorrang (ältere Menschen, Risikogruppen, Pflegepersonal) erst im August geimpft sind.

Die Impfung in Frankreich erfolgt auf freiwilliger Basis und ist gratis (die Karte der Krankenkasse muss allerdings vorgelegt werden). 

Können die Deutschen Urlaub in Frankreich machen?

Reisewarnung vom Auswärtigen Amt vom 15. Oktober 2020:

Frankreich: Es gilt nun ganz Frankreich als Risikogebiet

Einreisende aus Schengenländern müssen einen negativen Corona-Test, der nicht älter als 72 Stunden sein darf) vorweisen können.

Touristen aus Nicht-EU-Ländern müssen schon länger einen negativen Test bei der Einreise nach Frankreich vorweisen können und sich danach 7 Tage in Quarantäne begeben, gefolgt von einem zweiten Test. Das gilt auch für Einreisende aus Großbritannien.

Wann muss man sich in Quarantäne begeben?

Das Auswärtige Amt rät, nur „notwendige“ Reisen in die oben genannten Gebiete zu unternehmen und sich bei Einreise nach Deutschland 14 Tage in häusliche Quarantäne zu begeben oder direkt einen COVID-19-PCR-Test zu machen und das Ergebnis zu Hause abzuwarten. Das Testergebnis muss 14 Tage bewahrt werden. Bitte beachten: Die Quarantänepflicht wird von den Bundesländern geregelt. Daher sollte man sich auf der Webseite des entsprechenden Bundeslandes, in dem man seinen Wohnsitz hat, nach den genauen Quarantäneregelungen erkundigen.

Das Gesundheitsministerium fordert zudem, dass sich jeder, der sich in einem Risikogebiet aufgehalten hat, bei der zuständigen Gesundheitsbehörde melden und seine Adresse angeben muss.

Übrigens ist der Corona-Test für Einreisende aus Risikogebieten weiterhin kostenlos, seit dem 15. September gilt dies jedoch nicht mehr für Einreisende aus Nicht-Risikogebieten.

Bitte beachten: Die Quarantänepflicht tritt nicht in Kraft, wenn ihr mit dem Auto durch ein Risikogebiet (rote und orangene Zonen) nur hindurch fahrt, ohne das Auto zu verlassen (also auch nicht zum Tanken). Das gleiche gilt, wenn ihr von einem Flugzeug ins andere steigt (und den Flughafen nicht verlasst).

Weitere Infos findet ihr beim Bundesgesundheitsministerium

Mit dem Auto nach Frankreich: Was ist erlaubt, und was nicht?

Autoroute A6 Nemours Evry Umweltplakette

In Frankreich existieren keine Regeln über die maximale Anzahl Haushalte pro Auto, und auch der Mundschutz ist nicht verpflichtend im Fahrzeug. Tankstellen und Autobahn-Raststätten sind  offen (auch die Toiletten), unter Berücksichtigung der oben genannten Regeln. Ihr könnt an den Raststätten (aires de repos) wieder picknicken, doch mit höchstens 6 Personen pro Gruppe.

Thalys hat seine Fahrpläne angepasst und zeigt sich hinsichtlich der Buchungen und Stornierungen flexibel. Weitere Infos: Thalys.com.  Im Thalys gilt natürlich eine Mundschutzpflicht. Die ThalysBar ist vorläufig noch geschlossen.

Auch Lufthansa und Air France hantieren ein reduziertes Flugschema sowie flexible Buchungsmöglichkeiten. Informiert euch über den aktuellen Stand auf den Websites der Fluggesellschaften.

FlixBus, der günstige Busreisen-Anbieter, nimmt ab dem 17. Dezember seine Busreisen nach und in Frankreich wieder auf.

Wo bekommt man gute Realtime-Informationen über das Coronavirus in Frankreich?

Die Website der französischen Regierung wird immer aktualisiert, die neuesten Maßnahmen werden dort deutlich (in Französisch) erklärt. Eine weitere gute Nachrichtenseite (sofern man des Französischen mächtig ist) ist France 24.

The Localein englischsprachige Zeitung über das Leben in Frankreich, veröffentlicht auch regelmäßig Artikel über die derzeitige Situation.

Ebenfalls nützlich: die Website der Französischen Botschaft

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ZUM WEITERLESEN:

Urlaub nach Corona: Was ändert sich in Frankreich?
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13 Antworten zu “Corona-Pandemie in Frankreich – LETZTES UPDATE”

  1. andi meier sagt:

    suuupper

  2. andi meier sagt:

    sehr gut

  3. MB sagt:

    Danke, weiter so

  4. Astrid Riedelbauch sagt:

    Cuocou et bonsoir cher webazine Team,
    mein Mann und ich sind seit dem 5. März hier im Landes (Capbreton) in unserem Ferienhaus. Ca. am 20. März hatten wir uns erkundigt ob wir zurück nach Deutschland fahren dürften und man hat es uns verboten. Wir dürften erst nach Beendigung des Confinements fahren. Uns persönlich ist es eigentlich egal ob wir in Deutschland oder Frankreich unsere Isolation absitzen, zumal wir bereits jenseits der 65 sind. Hier in unserer Gegend ist auch die Infektionsrate bisher gering (zum Skifahren in Ischgl etc. fährt hier vermutlich kaum einer….) Begründung fürs hierbleiben wurde uns eigentlich keine genannt. Da wir einsichtig sind und froh sind bisher gesund geblieben zu sein, ist alles gut sowie es ist…..und Kontakte mit unseren Nachbarn haben wir auch über den Zaun hinweg. Traurig bin ich besonders für die kleinen Hotels und die Gastronomie und geschäfte die kein großes finanzielles Polster haben….. auch für die Familien die in engen Wohnungen leben müssen und all die überarbeiteten Pflegekräfte, Ärzte, Polizisten LKW Fahrer etc.
    Auch ihrem Team und all den anderen Journalisten vielen Dank

  5. Bozkurt Wolf sagt:

    Vielen Dank für die ausführliche Berichterstattung.

  6. E. Bauer sagt:

    Auch wenn bereits Lockerungen in Sicht sind, haben mein Mann und ich große Bedenken, dass wir nicht so schnell zu unseren Ferienhaus in Occitanie reisen können. Da wir seit Februar nicht mehr dort waren, werden wir wahrscheinlich das Haus nur noch in der Mitte des Gartens vermuten können. Der Rest wird zugewuchert sein. Wir wären auch gerne für länger dort. Ich verstehe nicht, warum man überhaupt die Grenzen der EU-Länder geschlossen hat. Der Virus geht doch von Mensch zu Mensch und nicht von Land zu Land.

  7. U.Bender sagt:

    Mal eine Frage…. wie bekomme ich den als Ausländer die franz. Corona App auf mein Smartphone. Das scheint nur für französische Nummern zu funktionieren – für den Urlaub in Frankreich (oder sonstwo in Europa) wäre ja wohl eine europäische App besser. Oder gibt es einen Trick, um die StopCovid-App auf ein Telefon mit dt. Nummer zu laden. Danke.

    • Josee sagt:

      Es war für uns kein Problem, die App herunterzuladen. Sie steht im App Store zur Verfügung, auch für deutsche Telefonnummern. Probier’s doch einfach noch einmal.

  8. Danielle sagt:

    Hallo Allerseits, wie sieht es denn eigentlich mit den „Spaßbädern“ in den Ferienanlagen aus? Sind diese geöffnet bzw. nutzbar? Weiß jemand etwas darüber?
    Sonnige Grüße
    D. Ferber

  9. Christine M. sagt:

    Supergute Seite!
    Danke.

  10. brigitte fuhs sagt:

    wir waren Mitte September bis Mitte Oktober in unserem Ferienhaus in Hossegor ,es war wie immer eine schöne Zeit uns gefällt alles dort Menschen, Klima Essen usw.
    wir hoffen 2021 wieder nach Frankreich fahren zu können

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