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Coronavirus in Frankreich – DIE WICHTIGSTEN UPDATES

Das Coronavirus hat auch Frankreich fest im Griff, und Präsident Macron kündigte in den letzten Tagen immer wieder neue Maßnahmen an. Diese sind eingreifend.

Welche Maßnahmen gelten jetzt in Frankreich?

Ab 15. Marz sind öffentliche Orte wie Bars, Restaurants und Kinos bis auf Weiteres geschlossen. Supermärkte, Apotheken und Tankstellen bleiben geöffnet, und der öffentliche Nahverkehr hat seinen Fahrplan reduziert.

LOCK DOWN ab 17. März (bis auf weiteres)

Das eigene Haus verlassen darf man nur aus einem der folgenden 5 Gründe:

  1. weil man arbeiten muss und das zu Hause nicht erledigen kann
  2. um wichtige Einkäufe zu tätigen (Lebensmittel oder Apotheke)
  3. für (wichtige) medizinische Termine
  4. weil man sich um kranke Eltern kümmern oder Kinder abholen muss
  5. um den Hund raus zu lassen oder für eine kurze, individuelle Sportaktivität (max. 1 Stunde, bis zu 1 km von zu Hause entfernt)

Bevor die Franzosen das Haus verlassen, müssen sie erst ein spezielles Formular ausfüllen (ausgedruckt oder handgeschrieben, mit darauf dem Datum und Zeitpunkt der Abreise) und dann strikt alle Sicherheitsmaßnahmen einhalten. Hält man sich nicht an diese Regeln, drohen Bußgelder zwischen 135 und 375 €.

Die Abend-Sperrstunde, die in Italien und Spanien gilt, wurde in Frankreich nicht eingeführt. Nach 18 Uhr dürfen die Franzosen vorläufig noch immer aus dem Haus, sofern sie sich an die oben genannten Regeln halten.  

Auch Straßenbahnen und Metros fahren derzeit noch, allerdings mit einem sehr eingeschränkten Fahrplan.  

In immer mehr französischen Badeorten werden die Strände gesperrt, damit sich dort nicht zu viele Menschen aufhalten. Die Promenade des Anglais in Nizza wird vermutlich auch abgeriegelt. Ebenso ist die Ausübung von Wassersportaktivitäten im Moment in Frankreich verboten, weil aufgrund der Epidemie keine Rettungsleute zur Verfügung stehen.

In diversen französischen Städten wurde inzwischen eine Sperrstunde von 22 Uhr abends bis 5 morgens eingeführt. Zu diesen Orten gehören Perpignan, Beziers, Nizza, Cannes und Arras.

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Weiterhin kündigte Macron an, dass die Grenzen des Schengenraums 30 Tage lang geschlossen bleiben. Flüge, die von außerhalb des Schengenraums nach Frankreich erfolgen, werden nicht mehr zugelassen. Franzosen, die derzeit im Ausland sind, dürfen in die Heimat zurückkehren, doch erfolgt dies über die Botschaften des Landes, in dem sie sich gerade befinden.  

Welche französischen Gebiete sind am stärksten betroffen?

Die meisten Erkrankten, sofern bekannt, stammen aus den Regionen Grand-Est, Korsika, Ile-de-France, Hauts-de-France, Bourgogne-Franche-Comté und Auvergne-Rhône-Alpes.

Am schlimmsten ist die Situation in Nordost-Frankreich, im Grand-Est und dort vor allem im Elsass. Die französische Armee unterstützt das Krankenhaus in Mulhouse u.a. mit einem Feldlazarett und mit Krankentransporten.

Hotels und B&Bs bleiben bis auf Weiteres geöffnet

Alle Gastronomieeinrichtungen in Frankreich sind geschlossen, doch Hotels und chambres d’hôtes dürfen offen bleiben, sofern die Gäste ihr Frühstück im Zimmer einnehmen und bei Kontakt mit den Rezeptionsmitarbeitern die Sicherheitsvorkehrungen beachten. Doch die französische Regierung kann seit dem Ausrufen des état d’urgence sanitaire (Gesundheitsnotstands) Hotelzimmer „konfiszieren“, um diese Pflegepersonal oder Kranken zur Verfügung zu stellen. In einigen Großstädten wurden Gästezimmer auch Obdachlosen angeboten.

Welche Fake-News und „Corona-Scams“ machen die Runde?

In Frankreich kursierten gestern Gerüchte, dass die Armee Paris abriegeln wollte und bereits Panzer in der Hauptstadt zu sehen seien. Das stimmt nicht. Richtig ist allerdings, dass 100.000 Polizisten und Gendarmen mobilisiert wurden.

In den Pariser Vororten geben sich Einbrecher als Desinfektionsunternehmen aus: Sie klingeln – gekleidet in weißen Schutzanzügen – bei Menschen an der Haustüre an und behaupten, sie wollen „Häuser desinfizieren“. Dann räumen sie das Haus leer. Auch wurden große Mengen an Mundschutzmasken geklaut, u.a. in Krankenhäusern und aus den Autos von Pflegepersonal.

Wo bekommt man gute Realtime-Informationen über das Coronavirus in Frankreich?

Die Website der französischen Regierung wird immer aktualisiert, die neuesten Maßnahmen werden dort deutlich (in Französisch) erklärt. Eine weitere gute Nachrichtenseite (sofern man des Französischen mächtig ist) ist France 24

Kann man Zugfahrkarten und Flugtickets nach Frankreich wegen der Corona-Krise stornieren?

Thalys, die französische Bahn (SNCF), Air France und Lufthansa haben gemeldet, dass Tickets für Reisen bis Ende April kostenlos umgebucht, teilweise auch storniert werden können.

ZUM WEITERLESEN:
Paris in Quarantaine; 
Corona-Krise: aktuelle französische Wörterliste

Letztes Update dieses Artikels: 28 März, 10.00 Uhr

2 Antworten zu “Coronavirus in Frankreich – DIE WICHTIGSTEN UPDATES”

  1. andi meier sagt:

    suuupper

  2. andi meier sagt:

    sehr gut

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