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Corona-Pandemie in Frankreich – LETZTES UPDATE

Präsident Macron kündigte gestern Abend einen erneuten, vierwöchigen Lockdown an. Lest hier die neuesten Nachrichten über die aktuelle Corona-Situation in Frankreich.

Letztes Update dieses Artikels: 1. April 11.00 Uhr

Update vom 1.4. Präsident Macron erklärte gestern Abend, dass die Corona-Lage in Frankreich sehr besorgniserregend sei. Die Pandemie habe sich in den letzten 10 Tagen erneut stark ausgebreitet, obwohl in 19 Departements seit einer Woche ein begrenzter Lockdown gelte. Als Grund für den starken Anstieg machte er die neuen Corona-Mutanten verantwortlich, die ansteckender und tödlicher seien.

Daher gelten demnächst folgende Maßnahmen:

– Ganz Frankreich begibt sich erneut für mindestens 4 Wochen in einen strengen Lockdown (ab Samstag, 3. April).

Schulen und Kitas bleiben 3 Wochen lang geschlossen. Nächste Woche gibt es nur noch Distanz-Unterricht und die – normalerweise in Regionen eingeteilten – Frühjahrsferien werden vorgezogen, sodass alle französischen Grundschüler zur gleichen Zeit 2 Wochen frei haben.

– Die Sperrstunde (ab 19.00 Uhr) bleibt bestehen, und alle Franzosen (und nicht nur diejenigen der 19 „Risiko“-Departements) dürfen erneut das Haus nur dann verlassen, wenn sie ein Formular und einen triftigen Grund haben. Ihr Ausgangsradius beträgt höchstens 10 km rund um ihren Wohnort.

– Ab 5. April sind Reisen von einem Departement ins andere verboten.  

– Die nicht-lebensnotwendigen Geschäfte (seit November offen) müssen wieder schließen. Gastronomie und Kultureinrichtungen waren und bleiben geschlossen.

Homeoffice bleibt im ganzen Land die Norm. Arbeitgeber, die sich weigern oder keine Möglichkeit dazu bieten, müssen mit einem Bußgeld rechnen.

Berufstätige Eltern, die ihre Schulkinder nun zu Hause betreuen müssen, haben Anspruch auf Arbeitslosengeld.

Die französische Regierung arbeitet mit Hochdruck daran, die Kapazitäten auf den Intensivstationen zu vergrößern, indem sie u.a. Medizinstudenten, Pflegepersonal im Ruhestand und Soldaten mobilisiert.

Wie ist die derzeitige Situation in Frankreich?

Die Corona-Zahlen in Frankreich steigen seit Beginn März wieder. Die Zahl der Neuinfizierten (= positive Tests) bewegt sich derzeit um die 35.000 pro Tag,

Der R-Wert liegt in Frankreich derzeit bei 1,16 (Wert vom 13.3.), die durchschnittliche Auslastung der französischen Krankenhäuser bei rund 99%. Die regionalen Unterschiede sind allerdings groß. Im Großen und Ganzen ist die Situation im westlichen Teil des Landes einigermaßen tragbar, doch im Osten und Südosten Frankreichs sind die Fallzahlen der Coronavirusinfektionen recht hoch.

Am schlechtesten ist die Situation im Moment in Ile-de-France (Paris und Umgebung) , Provence-Alpes-Côte d’Azur (vor allem in Alpes-Maritimes, Bouches-du-Rhône/Marseille, Var, Hautes-Alpes) und Hauts-de-France (Nord/Dunkerque, Somme, Pas-de-Calais).

In diesen 19 Departements ist die Situation als die besorgniserregendste in Frankreich identifiziert worden: Paris, Hauts-de-Seine, Val de Marne, Val-d’Oise, Seine-Saint-Denis, Yvelines, Essonne, Seine-et-Marne, Aisne, Nord, Oise, Pas-de-Calais, Somme, Alpes-Maritimes, Seine-Maritime, Aube, Nièvre und Rhône.

Französische Departements mit dwenig Inzidenzwerten sind u.a.: Finistère, Morbihan, Côtes d’Armor (Bretagne); Calvados, Manche (Normandië), Gironde (Bordeaux), Charente-Maritime, Vendée, Creuse, Les Landes, Gers, Pyreneés-Atlantiques, Loire-Atlantique (Nantes), Hautes-Pyrénées.

Impfungen

Ende Dezember begann Frankreich mit dem Impfen (vor allem Pfizer, Moderna). Der Anfang verlief etwas holprig, doch das Tempo nahm schnell zu. Inzwischen sind 6,4 Millionen Franzosen geimpft. Französische Hausärzte und Apotheker dürfen ebenfalls eine Impfung verabreichen. Mit Unterstützung der französischen Armee und der Feuerwehr werden in Kürze 35 große Impfzentren eröffnet, sog. vaccinodromes.

Ab Mitte April sind die Franzosen ab 60 Jahren an der Reihe und ab Mitte Mai die Franzosen ab 50 Jahren. Laut Premierminister Castex sollen Ende Mai 20 Millionen Franzosen geimpft sein (alle über 50). Ende des Sommers sollen 50 Millionen Franzosen (Zweidrittel der Bevölkerung) ihre Impfdosis erhalten haben. Die Impfung in Frankreich erfolgt freiwillig und kostenlos, wenn man eine Krankenversicherungskarte (carte vitale) vorzeigen kann.

Reisehinweise für Frankreich

Reisewarnung vom Auswärtigen Amt vom 15. Oktober 2020:

Frankreich: Es gilt nun ganz Frankreich als Risikogebiet

Alle durch Frankreich Reisende ab 11 Jahre müssen neben einem negativen PCR-Test auch eine unterschriebene „Ehrenerklärung“ mit sich tragen, in der sie bestätigen, dass sie keine Covid-Symptome haben und in den letzten 2 Wochen kein Kontakt mit Covid-Patienten stattgefunden hat. Hier findet ihr das Formular zum Ausdrucken (>’déplacement vers la France depuis un pays de l’espace européen’).

Wann muss man sich in Quarantäne begeben?

Das Auswärtige Amt rät, nur „notwendige“ Reisen in die oben genannten Gebiete zu unternehmen und sich bei Einreise nach Deutschland 14 Tage in häusliche Quarantäne zu begeben oder direkt einen COVID-19-PCR-Test zu machen und das Ergebnis zu Hause abzuwarten. Das Testergebnis muss 14 Tage bewahrt werden. Bitte beachten: Die Quarantänepflicht wird von den Bundesländern geregelt. Daher sollte man sich auf der Webseite des entsprechenden Bundeslandes, in dem man seinen Wohnsitz hat, nach den genauen Quarantäneregelungen erkundigen.

Das Gesundheitsministerium fordert zudem, dass sich jeder, der sich in einem Risikogebiet aufgehalten hat, bei der zuständigen Gesundheitsbehörde melden und seine Adresse angeben muss.

Übrigens ist der Corona-Test für Einreisende aus Risikogebieten weiterhin kostenlos, seit dem 15. September gilt dies jedoch nicht mehr für Einreisende aus Nicht-Risikogebieten.

Bitte beachten: Die Quarantänepflicht tritt nicht in Kraft, wenn ihr mit dem Auto durch ein Risikogebiet (rote und orangene Zonen) nur hindurch fahrt, ohne das Auto zu verlassen (also auch nicht zum Tanken). Das gleiche gilt, wenn ihr von einem Flugzeug ins andere steigt (und den Flughafen nicht verlasst).

Weitere Infos findet ihr beim Bundesgesundheitsministerium

Mit dem Auto nach Frankreich: Was ist erlaubt, und was nicht?

Autoroute A6 Nemours Evry Umweltplakette

In Frankreich existieren keine Regeln über die maximale Anzahl Haushalte pro Auto, und auch der Mundschutz ist nicht verpflichtend im Fahrzeug. Tankstellen und Autobahn-Raststätten sind  offen (auch die Toiletten), unter Berücksichtigung der oben genannten Regeln. Ihr könnt an den Raststätten (aires de repos) wieder picknicken, doch mit höchstens 6 Personen pro Gruppe.

Thalys hat seine Fahrpläne angepasst und zeigt sich hinsichtlich der Buchungen und Stornierungen flexibel. Weitere Infos: Thalys.com.  Im Thalys gilt natürlich eine Mundschutzpflicht. Die ThalysBar ist vorläufig noch geschlossen.

Auch Lufthansa und Air France hantieren ein reduziertes Flugschema sowie flexible Buchungsmöglichkeiten. Informiert euch über den aktuellen Stand auf den Websites der Fluggesellschaften.

FlixBus, der günstige Busreisen-Anbieter, nimmt ab dem 17. Dezember seine Busreisen nach und in Frankreich wieder auf.

Wo bekommt man gute Realtime-Informationen über das Coronavirus in Frankreich?

Die Website der französischen Regierung wird immer aktualisiert, die neuesten Maßnahmen werden dort deutlich (in Französisch) erklärt. Eine weitere gute Nachrichtenseite (sofern man des Französischen mächtig ist) ist France 24.

The Localein englischsprachige Zeitung über das Leben in Frankreich, veröffentlicht auch regelmäßig Artikel über die derzeitige Situation.

Ebenfalls nützlich: die Website der Französischen Botschaft

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18 Antworten zu “Corona-Pandemie in Frankreich – LETZTES UPDATE”

  1. andi meier sagt:

    suuupper

  2. andi meier sagt:

    sehr gut

  3. MB sagt:

    Danke, weiter so

  4. Astrid Riedelbauch sagt:

    Cuocou et bonsoir cher webazine Team,
    mein Mann und ich sind seit dem 5. März hier im Landes (Capbreton) in unserem Ferienhaus. Ca. am 20. März hatten wir uns erkundigt ob wir zurück nach Deutschland fahren dürften und man hat es uns verboten. Wir dürften erst nach Beendigung des Confinements fahren. Uns persönlich ist es eigentlich egal ob wir in Deutschland oder Frankreich unsere Isolation absitzen, zumal wir bereits jenseits der 65 sind. Hier in unserer Gegend ist auch die Infektionsrate bisher gering (zum Skifahren in Ischgl etc. fährt hier vermutlich kaum einer….) Begründung fürs hierbleiben wurde uns eigentlich keine genannt. Da wir einsichtig sind und froh sind bisher gesund geblieben zu sein, ist alles gut sowie es ist…..und Kontakte mit unseren Nachbarn haben wir auch über den Zaun hinweg. Traurig bin ich besonders für die kleinen Hotels und die Gastronomie und geschäfte die kein großes finanzielles Polster haben….. auch für die Familien die in engen Wohnungen leben müssen und all die überarbeiteten Pflegekräfte, Ärzte, Polizisten LKW Fahrer etc.
    Auch ihrem Team und all den anderen Journalisten vielen Dank

  5. Bozkurt Wolf sagt:

    Vielen Dank für die ausführliche Berichterstattung.

  6. E. Bauer sagt:

    Auch wenn bereits Lockerungen in Sicht sind, haben mein Mann und ich große Bedenken, dass wir nicht so schnell zu unseren Ferienhaus in Occitanie reisen können. Da wir seit Februar nicht mehr dort waren, werden wir wahrscheinlich das Haus nur noch in der Mitte des Gartens vermuten können. Der Rest wird zugewuchert sein. Wir wären auch gerne für länger dort. Ich verstehe nicht, warum man überhaupt die Grenzen der EU-Länder geschlossen hat. Der Virus geht doch von Mensch zu Mensch und nicht von Land zu Land.

  7. U.Bender sagt:

    Mal eine Frage…. wie bekomme ich den als Ausländer die franz. Corona App auf mein Smartphone. Das scheint nur für französische Nummern zu funktionieren – für den Urlaub in Frankreich (oder sonstwo in Europa) wäre ja wohl eine europäische App besser. Oder gibt es einen Trick, um die StopCovid-App auf ein Telefon mit dt. Nummer zu laden. Danke.

    • Josee sagt:

      Es war für uns kein Problem, die App herunterzuladen. Sie steht im App Store zur Verfügung, auch für deutsche Telefonnummern. Probier’s doch einfach noch einmal.

  8. Danielle sagt:

    Hallo Allerseits, wie sieht es denn eigentlich mit den “Spaßbädern” in den Ferienanlagen aus? Sind diese geöffnet bzw. nutzbar? Weiß jemand etwas darüber?
    Sonnige Grüße
    D. Ferber

  9. Christine M. sagt:

    Supergute Seite!
    Danke.

  10. brigitte fuhs sagt:

    wir waren Mitte September bis Mitte Oktober in unserem Ferienhaus in Hossegor ,es war wie immer eine schöne Zeit uns gefällt alles dort Menschen, Klima Essen usw.
    wir hoffen 2021 wieder nach Frankreich fahren zu können

  11. In der Presse wird viel Unwahres oder Halbwissen verbreitet und man bekommt den Eindruck, dass eine Einreise und ein Aufenthalt in Frankreich schwierig ist.
    Es ist lediglich ein negativer Test der nicht älter als 72h ist notwendig, seit Ende November sind alle Geschäfte geöffnet, seit Januar auch die Hotels, allerdings sind Restaurants und Sehenswürdigkeiten geschlossen. Die Ausgangssperre besteht von 18.00h bis 6.00h, ansonsten kann man sich frei bewegen.
    Wir als Vermieter von Ferienhäusern in der Manche können unseren Gästen nur zu einem Aufenthalt raten. Menschenleere Strände, gute Luft, Ruhe und Erholung abseits der Coronahotspots tun richtig gut!

  12. Weimann sagt:

    wo in der Manche sind denn Eure Ferienhäuser? Was kann man dort unternehmen in den Ferien? Wie sind die Kosten?

  13. Rolf Schwarz sagt:

    Super geschrieben, wie wäre es mit einer Kurzfassung was ist ab wann erlaubt usw.

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