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Paris: die schönsten Eltern-Kind-Kombis

Während eines Städtetrips mit der ganzen Familie sucht man die Balance zwischen Geben und Nehmen. Ein Museumsbesuch sollte schon drin sein, und zum Ausgleich gibt es anschließend einen Abstecher in den Park oder auf einen typisch Pariser Spielplatz. Die Erwachsenen wollen im Marais shoppen? Gut, dann wird danach ein Crêpe neben dem verrücktesten Brunnen von Paris spendiert. Hier folgen unsere Tipps für vielversprechende Eltern-Kind-Unternehmungen, die sich miteinander kombinieren lassen.

Das Geheimnis einer gelungenen Städtereise mit Kindern liegt darin, nicht zu viele Aktivitäten in einen Tag zu stopfen, darauf zu achten, dass jeder zum Zuge kommt und genügend Zeit zu haben, um sich auch mal auszutoben. Das Wichtigste dürfte jedoch sein, die optimale Auswahl an Unternehmungen zu treffen. Wir haben für euch Aktivitäten in Paris herausgesucht, die sich gut miteinander verbinden lassen, denn sie liegen nicht weit auseinander. Außerdem bieten sie sowohl den Eltern, als auch den Kinder die Gelegenheit, etwas Schönes zu erleben.

1. FONDATION LOUIS VUITTON + JARDIN D’ACCLIMATATION 

Das inzwischen 3 Jahre alte Museum für moderne Kunst der Fondation Louis Vuitton hat sich zu einem absoluten must-see in Paris entwickelt, nicht zuletzt wegen der spektakulären Architektur. Es ist einfach klasse, durch das Museum zu bummeln. Die riesigen Balkone, die (zeitweise) bunten Fenster und der Brunnen, dessen Wasser durch das Gebäude zu strömen scheint, lassen auch Kinder nicht kalt. Einen Museumsbesuch könnt ihr prima (vor allem bei gutem Wetter) mit einem Abstecher in den nahegelegenen Jardin d’Acclimatation, den ältesten Spielplatz von Paris, kombinieren. Es bleibt jedoch immer zu bedenken, dass die Museen in Paris häufig sehr voll ist. Um gerade auch mit Kindern die Wartezeiten so gering wie möglich zu halten, empfehlen wir euch, die Karten im Voraus online zu buchen.

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Dieser 19 ha große Jardin ist ein abwechslungsreicher Mix aus Tiergarten, Park und Jahrmarkt. Ihr findet dort Volieren aus dem 19. Jahrhundert, einen Kinderbauernhof und viele Tiere sowie die Möglichkeit für eine Bootstour durch einen verwunschenen Dschungel, altmodische Achterbahnen, kitschige Karussells, einen Autoscooter (weniger schön) sowie viele Spiel-, Kletter- und – im Sommer – Wasserspielmöglichkeiten. Außerdem laden diverse Restaurants und Kioske zum Mittagessen ein.

2. LE MARAIS + STRAVINSKY-BRUNNEN/POMPIDOU

Teenager können sich immer für eine Runde durch das Einkaufsviertel Marais begeistern, denn es gibt dort viele Mode- und Designläden mit bezahlbaren Marken, die Jung und Alt glücklich machen (u.a. Muji, Uniqlo, La Chaise Longue). Kleinere Kinder werden sich dagegen schnell langweilen. Dann könnt ihr eine Pause einlegen und im wunderschönen Place des Vosges vorbeischauen, einer der wenigen Parkanlagen in Paris, in denen man auf dem Gras spielen darf.

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Achtet darauf, dass ihr nach ein bis zwei Stunden spazieren gehen an der Ostseite des Marais landet: Dort liegt das Centre Pompidou. Das berühmte, an LEGO erinnernde Gebäude, fasziniert Kinder immer und auf dem davorliegenden Platz wird meist ein lustiges oder akrobatisches Straßentheater aufgeführt. An der rechten Seite des Centre befindet sich der fotogene Stravinsky-Brunnen, der Kinder geradezu magisch anzieht. Direkt daneben locken diverse crêperies mit Terrassen, die eine Aussicht auf den Brunnen und die bemalten Figuren bieten.

3. MUSÉE D’ORSAY + LES BERGES DE SEINE

Musée d’Orsay ist ein recht kinderfreundliches Museum, in dem sich Familien u.a. auch einen Kinderwagen ausleihen kann. Die gigantische Bahnhofsuhr mal von innen zu sehen, macht auch Spaß. Doch – ehrlich gesagt – werden die weltberühmten Kunstwerke die Erwachsenen eher ansprechen als die jungen Reisegefährten. Die Kleinen kann man bei Laune halten, indem man ihnen Folgendes verspricht: Nach dem Museumsbesuch geht es über eine breite Treppe runter zur Seine, wo die Berges de Seine beginnen.

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Von hier aus könnt ihr fast bis zum Eiffelturm bummeln – über die autofreie Uferpromenade voller Straßencafés, Kioske und Spielgeräten für Kinder, u.a. Kletterwände, Hüpfsteine, große Kreidetafeln, schwimmende Gärten und andere – immer wieder neue – Attraktionen.

4. LOUVRE + TUILERIEN

Wenn ihr im Voraus eine gezielte Auswahl dessen trefft, was ihr euch anschauen möchtet, und damit den (riesengroßen) Louvre in kleinen Portionen genießt, dann ist das auch für Kinder zu schaffen. Doch irgendwann reicht es jedem kleinen Nachwuchs-Künstler. Dann bietet der weitläufige Jardin des Tuileries viel Abwechslung – und er beginnt direkt hinter dem Museum! Vorne rechts befinden sich ein Labyrinth und dahinter ein großer Weiher, an dem ihr euch fast das ganze Jahr über Mini-Segelboote ausleihen könnt. Das kostet wenig, bringt aber eine Menge Spaß.

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Ein Stück weiter (Richtung Rue de Rivoli) gibt es einen kleinen Spielplatz, und noch etwas weiter Richtung Concorde stoßt ihr auf Trampoline. Wenn es plötzlich „HUNGER!” heißt, dann könnt ihr gegenüber dem am weitesten rechts liegenden Ausgang an der Rue de Rivoli prima biologische Crêpes und Brötchen bei Happy Caffé (Hausnr. 214) bekommen. Mit etwas größeren Kindern ist das (schaukelnde!) Riesenrad auf der Place de la Concorde (Nov-Mai) ebenfalls eine schöne Attraktion: Von hier aus habt ihr die beste Aussicht auf den Eiffelturm! Im Voraus Online-Tickets für den Louvre erwerben? Das könnt ihr hier.

5. JARDIN DES PLANTES + RUE MOUFFETARD

Der Jardin des Plantes ist ein wundervoller, großer und auch sehr alter Park im Osten von Paris, am Rande des Quartier Latin. Sowohl bei gutem, als auch bei schlechtem Wetter gibt es hier viel zu tun, denn der Park beherbergt naturhistorische Museen, die sich über das Gelände verteilen (von Dinosaurier-Knochen bis zu Tausenden von ausgestopften Tieren). Zudem gibt es ein Labyrinth, diverse Spielplätze und lustige Karussells. Und danach sind Mama und/oder Papa wieder an der Reihe. Ein Spaziergang durch das schöne Viertel rund um die Rue Mouffetard, eine Marktstraße, ist sehr empfehlenswert, vor allem im tiefer gelegenen Bereich.

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Hier kann man auch prima kulinarische Souvenirs oder die Zutaten fürs Abendessen einkaufen, sofern ihr in einer Ferienwohnung übernachtet. Danach gibt es eine Limonade oder eine Tasse Kaffee bei Cave la Bourgogne, Hausnr. 144, gegenüber der Kirche, wo ihr übrigens auch gut zu Mittag essen könnt. Und wenn ihr schon vor Ort seid: Bei der Rue Monge Hausnummer 19, schräg gegenüber, liegt Bonbon au Palais, ein Geschäft voll mit Süßigkeiten, wie sie Oma schon kannte, die aus allen Ecken Frankreichs stammen. Für jeden was dabei!

Text: Nicky Bouwmeester/Ulrike Grafberger, Fotos (links oben): Juan Antonio F. Segal. Weitere: CC Shadowgate (Orsay) CC Melissa Delzio (Berges) CC Matheo (Rue Mouffetard) und andere OT Paris: Amelie Dupont, C. Pignon, D. Lefranc, D.Thierry,

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