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Die schönen historischen Passagen in Paris

Zum Glück hatten die reichen Pariser des 19. Jahrhunderts keine Lust darauf, beim Einkaufsbummel ihre Schuhe schmutzig zu machen. Und so sind die Passagen aus dieser Zeit noch heute wahre Perlen und beliebte Anlaufpunkte während eines Städtetrips. Das sind unsere 7 Favoriten!

In der Zeit zwischen 1820 und 1850, schon vor der Stadtplaner Haussmann viele Bezirke von Paris dem Erdboden gleich machte, um Platz für seine heißgeliebten Boulevards zu schaffen, entstanden in Paris zahlreiche ‚moderne‘ Einkaufspassagen. Einige von ihnen sind inzwischen verfallen, andere dagegen prachtvoll renoviert. Doch in fast allen von ihnen findet ihr wunderbar altmodische Geschäfte neben modernen und hippen Restaurants. Alle Passagen strahlen viel Flair aus. Und natürlich kann man hier bestens bei Regen oder kaltem Wind die Zeit während eines Paris-Besuchs verbringen.

Galeries - passages von Paris

  1. Galerie Vivienne (2. Arr.)

Eine der bekanntesten und am besten renovierten Passagen von ganz Paris! Und ihr könnt sie prima mit den prachtvollen Arkadengängen der Häuser rund um den benachbarten Palastgarten vom Palais Royal kombinieren. Blickfänger der Galerie Vivienne sind die wunderschönen Fußbodenmosaike sowie der alte Buchladen (Jousseaume) in ihrer Mitte, der bereits seit der Eröffnung der Passage im Jahr 1826 besteht. Ebenfalls empfehlenswert: der Teesalon, die Weinbar mit Geschäft Les Caves Legrand (sehr bekannt) sowie das Bistro Vivienne am Eingang.

Galerie Vivienne Paris
galerie-vivienne.com, Metrostation Bourse

  1. Galerie Véro-Dodat (1. Arr.)

Auch die Galerie Vero-Dodat nahe dem Louvre ist tiptop in Schuss. Zwar ist sie nur eine kleine Passage, doch mit ihren schwarz-weißen Fliesen und den runden Lampen wirkt sie äußerst fotogen. Vor allem der Eingangsbereich neben dem Café de l’Epoque wurde schon in unzähligen Fotos festgehalten! Drinnen gibt es ein paar schöne Geschäfte, u.a. voller Kunst und Bücher. Am anderen Ende befindet sich ein Schuhgeschäft von Christian Louboutin.

Galerie Vero Dodat Paris
2, Rue du Bouloi, Metrostation Palais Royal-Musée Louvre

  1. Passage Jouffroy (9. Arr.)

Auch sie gehört zu unseren Lieblingspassagen, denn sie lockt mit herrlich altmodischen Geschäften (Plakate, Karten, Bücher, Spazierstöcke). In der Mitte der Passage stoßt ihr auf den Eingang zu einem Hotel aus dem 19. Jahrhundert: Hotel Chopin (stilvoller Entrée, doch einfache und günstige Zimmer). Lasst euch auf keinen Fall den fantastischen Spielzeugladen Pain d’Epices entgehen, der zu den schönsten von ganz Paris zählt!

Galerie Jouffroy Paris
10 Boulevard Montmartre, Metrostation Richelieu-Drouot

  1. Passage des Panoramas (2. Arr.)

Verlasst ihr die Passage Jouffrouy am südlichen Ende und überquert ihr den hektischen Boulevard Montmartre, dann stoßt ihr auf die nächste überdachte Einkaufsstraße, die von einer wunderbaren Atmosphäre umgeben ist! Die Passage des Panoramas ist zwar etwas angestaubt und zerfallen, doch unter ihrem Glasdach haben sich diverse hippe, edle und einfach schöne Restaurants niedergelassen, z.B. Racines, Astair und Caffè Stern (in einer früheren Druckerei), Canard & Champagne. Schaut auch mal bei Victoria Station rein. In dieser Pizzeria habt ihr das Gefühl, in einem alten Zugabteil zu sitzen.

Passages des Panoramas Paris
passagedespanoramas.fr  Metrostation Grands Boulevards

  1. Passage de Choiseul (2. Arr.)

Diese Einkaufspassage war lange Zeit ziemlich runtergekommen, doch seit rund fünf Jahren siedeln sich hier immer mehr hippe Streetfoodbars an. In der Mittagszeit ist es deshalb ziemlich voll, wenn sich die jungen Pariser ein griechisches Brötchen, ein vietnamesisches Reisgericht, einen gesunden Salat oder einen Bio-Burger schmecken lassen. Seid ihr also in der Umgebung der Opera eignet sich die Passage perfekt für eine Mittagspause, denn für jeden Geschmack ist was dabei! Vor dem Eingang der Passage befindet sich übrigens auch Les Bols de Jean, ein Bistro, in dem ihr sogar die Teller verspeisen könnt!

Passage Choiseul Paris passagechoiseul.canalblog.com, Metrostation Quatre-Septembre

  1. Passage Brady (10. Arr.)

Little India! Der Curryduft weht euch schon am Eingang der Passage Brady um die Nase, denn in ihr befinden sich diverse indische Restaurants, Kleidergeschäfte und Basars. Die Passage besteht aus zwei Bereichen und setzt sich auf der anderen Seite des Boulevard de Strasbourg fort.


43 Rue du Faubourg-Saint-Martin, Metrostation Chateau-d’Eau

  1. Passage du Grand Cerf (1. Arr.)

Ziemlich kunstvoll ist diese kleine Einkaufspassage mit ihren diversen Schmuckdesignern. Weiterhin findet ihr hier u.a. Vintage-Brillengestelle, ein Weinlokal (Le Pas Sage) und einen schönen Trödel-/Geschenkartikelladen (Rickshaw). Diese Ladengalerie aus 1825 ist zudem perfekt renoviert und gut mit einem Mittagessen oder Drink in der Rue Montorgueil zu kombinieren.

Passage Grand Cerf Paris
145 Rue Saint-Denis, Metrostation Etienne Marcel


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Texte: Nicky Bouwmeester/Ulrike Grafberger Bildt: Vivienne (CC-BY Blair, Christophe Ducamp, Kathlee Tyler Conklin), Véro-Dodat (CC-BY Carl Campbell, Christophe Ducamp, François Gornet) Jouffroy (NickyB.), Passage des Panoramas (NickyB.) Brady (CC-BY Pierre Lannes 2x, Jeanne Manjoulet, Grand-Cerf (CC-BY Sven-Sven). Beeld boven: Astair in Passages des Panoramas. Linksboven: Véro-Dodat/CC-BY Carl Campbell)

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