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Die 10 schönsten Dörfer und Städte Okzitaniens

Inzwischen machen wir uns nicht mehr auf die Suche nach den Stichworten Midi-Pyrenées oder Languedoc-Roussillon, denn seit 2016 fallen diese beiden großen Regionen unter den Oberbegriff Okzitanien (Occitanie). Wie vielfältig diese neue südfranzösische Region ist, zeigt eine Tour zu den bezauberndsten Orten im französischen Südwesten.

Die neue Region Okzitanien ist wahrlich ein Riesen-Gebiet, das mehrere Departements umfasst. Zum Glück behalten diese ihre Namen, sodass wir bei jedem Dorf und bei jeder Stadt auch das Departement zur besseren Orientierung hinzufügen.

Uzès (Departement Gard)

Zweifelsohne eine echte Perle im Gard ist Uzès. Dieses Provinzstädtchen versprüht mit seinen Gassen, Altbauten und Plätzen voller Platanen und Brunnen einen typisch französischen Charme. Außergewöhnlich ist die wiederaufgebaute Kathedrale mit dem einzigen runden Kirchturm von ganz Frankreich. Auch die fotogene Place aux Herbes mit den Straßencafés und dem einladenden provenzalischen Markt am Samstag sollte man sich nicht entgehen lassen!

Eine echte Perle im Gard ist Uzès.

www.pays-uzes-tourisme.com

Saint-Guilhem-le-Désert (Departement Hérault)

Im Herzen der Gorges de l’Hérault liegt eines der allerschönsten Dörfer Frankreich, was sogar die UNESCO bestätigt hat. Schon seit dem 9. Jahrhundert legen die Pilger nach Santiago de Compostela in der alten Abtei(kirche) von Saint-Guilhelm-le-Désert einen Zwischenstopp ein. Das Dorf lockt mit idyllischen Gassen und Einkaufsstraßen mit nostalgischen Aushängeschildern. Nicht verpassen: Die Aussicht vom Dorf auf die Verdun-Schlucht ist atemberaubend.

Eines der allerschönsten Dörfer Frankreich, Saint-Guilhem-le-Désert

www.saintguilhem-valleeherault.fr

Collioure (Departement Pyrenées-Orientales)

Das Fischerdorf Collioure strahlt eine warme, mediterrane Atmosphäre aus, die ein bisschen an Griechenland, Italien und Katalonien erinnert. Im Ort stehen hübsche Straßencafés und pastellfarbene Häuser. Richtung Meer strömen Bäche, und im Wasser schaukeln bunte Fischerboote. Am Hafen steht der berühmte Kirchturm, der auch als Leuchtturm genutzt wird.

Fischerdorf Collioure 

www.collioure.com

Cordes-sur-Ciel (Departement Tarn)

Dieses bezaubernde Künstlerdorf schlängelt sich wie eine Spirale um die Spitze eines Hügels. Es befindet sich nahe der sehenswerten Stadt Albi und nur 5 km von einem unserer anderen Lieblingsdörfer, Saint-Antonin-Noble-Val, entfernt. Schön sind die vielen gotischen Herrenhäuser und Denkmäler, die reiche Kaufleute errichten ließen, z.B. die Maison du Grand Veneur. Das Mittelalter-Fest am 14. und 15. Juli mit seinen vielen Aktivitäten, Auftritten, Konzerten, dem Feuerwerk und einem großen Tanzabend lädt zu einer Zeitreise ein.

Künstlerdorf Cordes-sur-Ciel

www.cordessurciel.fr

Conques (Departement Aveyron)

Die Lage dieses Dorfes ist absolut spektakulär: eingebettet in einen Steilhang im saftig-grünen Tal der Ouche, einem Seitenarm der Lot. Der authentische Charakter dieses jahrhundertalten Wallfahrtsortes ist erstaunlicherweise erhalten geblieben, und daher fühlt man sich hier wie im Mittelalter. Absolutes Must-see ist die beeindruckende Abtei Sainte-Foy. Doch achtet vor dem Betreten auf das andere Prunkstück des Dorfes: ein Tympanon mit einer detailgetreuen Plastik des Jüngsten Gerichtes.

Dorf Conques (Departement Aveyron)

www.tourisme-conques.fr

Saint-Cirq-Lapopie (Departement Lot)

Saint-Cirq-Lapopie ist ein wahrer Blickfänger, gelegen auf einer Klippe hoch über dem Fluss Lot. Zu Recht gehört dieses wunderbar restaurierte Dorf zu den Les Plus Beaux Villages de France. Ihr stoßt dort auf mittelalterliche Gassen, Häuser mit Schieferdächern und zahlreiche denkmalgeschützte Gebäude wie die Überreste einer großen Burg. Schaut euch auch unbedingt die vielen Kunstgalerien und Boutiquen an, die mit einer roten Flagge gekennzeichnet sind.

Dorf Saint Cirq La Popie, Les Plus Beaux Villages de France

www.saint-cirqlapopie.com

Aigues-Mortes (Departement Gard)

Diese Festungsstadt befindet sich in der Camargue, rund 35 Kilometer van Montpellier entfernt. Den besten Eindruck von diesem Ort bekommt ihr während eines Spaziergangs über die mittelalterliche Stadtmauer, die als ein Fünfeck mit 10 Stadttoren die Stadt schützend umgibt. Eine Pause legt ihr am besten in einem Café auf der gemütlichen Place Saint Louis ein. Dies ist der Hauptplatz, zu dem die (touristisch interessanten) Straßen voller Geschäfte und Kunstgalerien führen. In Aigues-Mortes wird auch das echte fleur de sel produziert(von der Stadtmauer aus könnt ihr den rosafarbenen Salzsee sehen), das ein schönes Mitbringsel ist.

Dorf Aigues-Mortes (Departement Gard, Camargue)

www.ot-aiguesmortes.fr

Minerve (Departement Hérault)

Dieses mittelalterliche Dorf in der Nähe von Narbonne liegt an einer Stelle, an der 2 Flüsse zusammenfließen. Mit seiner Katharerburg aus dem 13. Jahrhundert und einer schönen romanischen Kirche ist der Ort eine echte Augenweide in der Umgebung von Narbonne. Zudem kann man in der Gegend herrlich wandern.

Minerve, mittelalterliches Dorf in der Nähe von Narbonne

www.minervois-tourisme.fr

Rocamadour (Departement Lot)

Das rund 900 Jahre alte Dorf herrscht über das Alzou-Tal und scheint sich regelrecht an die Felsen der Causses du Quercy, ein weitläufiges Kalksteinplateau, festzuklammern. Nach Lourdes ist Rocamadour der meistbesuchte Wallfahrtsort Frankreichs. Das etwas tiefer gelegene Dorfzentrum ist ziemlich touristisch, dennoch macht es Spaß, sich dort einmal umzusehen. Die echt Interessierten bewältigen die 216 Stufen nach oben, um die heilige Stadt von Rocamadour zu besichtigen (es gibt auch Lifte). Oben angekommen warten auf euch 7 Kapellen und eine Basilika!

Dorf Rocamadour (Departement Lot)

www.vallee-dordogne.com

Moissac (Departement Tarn-et-Garonne)

Eine hübsche Stadt in einer bei Urlaubern beliebten Region, deren größte Sehenswürdigkeit die 900 Jahre alte Abtei Saint-Pierre ist. Sie ist nicht zu übersehen, denn sie liegt mitten in der Stadt. Also erst einmal in die Kirche und dann weiter, so wie es alle Pilger hier tun, die übrigens zuhauf hier anzutreffen sind. Das ist auch kein Wunder, denn der Ort ist eine bekannte Etappe auf der Tour nach Santiago de Compostela. Moissac ist aber auch ein wichtiger Anlaufpunkt für Radfahrer, welche die Route Canal des Deux Mers abfahren, die am Canal du Garonne und am Canal du Midi entlang führt.

Stadt Moissac (Departement Tarn-et-Garonne)

tourisme.moissac.fr

Text: Josee Schouten, Fotos: Aigues-Mortes (CC/ Vera Izrailit, Stephen Coleborne, Allie Caulfield, Shadowgate), Collioure (CC/C. Chabanette, H.Aregence), Cordes-sur-Ciel (CC/D.VIet), Saint-Cirq (CC/D.VIet), Uzès (CC-F/Vera Izrailit, Mike Locke, Conrado Plano), Minerve (CC/Thierry Lllansades), Saint-Guilhelm (© a.Courgnenc), Moissac (©Josee Schouten+ CRT Occitanie(Abtei), Saint-Guilhem (CC/A. Cougnenc -ODT Saint-Guilhelm).

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