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Das sind französische Erfindungen – schon gewusst?

Nein, dieses Mal geht es nicht über Pasteur, Curie, Braille, die Brüder Lumière und all die anderen brillanten Franzosen, denen wir einige der größten Entdeckungen zu verdanken haben. Wir widmen uns heute den alltäglichen Dingen. Hättet ihr gedacht, dass diese Erfindungen aus Frankreich stammen? 

1. Der BH

Bustiers gibt es schon seit der Antike, doch der moderne BH geht auf den Entwurf einer französischen Lingerie-Schneiderin zurück: Herminie Cadolle. Im Jahr 1889 teilte sie zum ersten Mal ein Damenkorsett in zwei Stücke. Diese Erfindung wurde im zeitgenössischen Französisch als soutien-gorge bezeichnet, was wortwörtlich „Halsunterstützung“ bedeutet. Da ist unser Büstenhalter doch eine wesentlich ehrlichere Bezeichnung!

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2. Tauch- & Neoprenanzug

Im Jahr 1953 erfand George Beuchat, ein französischer Geschäftsmann und Tauchexperte, den ersten isothermischen Tauchanzug, auch Wetsuit genannt. Zehn Jahre brachte er eine neue bahnbrechende Erfindung für den Tauchsport auf den Markt: die Jetfin, sehr erfolgreiche Schwimmflossen, die er für die französische Marine entwarf. Beuchat ist in Taucherkreisen noch immer eine sehr beliebte Sportmarke.

französische Erfindungen Wetsuit

 

3. Der Kugelschreiber

Die Kombination aus rotierender Kugel und schnell trocknender Tinte hat sich ein Ungar ausgedacht, doch das erste Kugelschreibermodell brachte der französische Fabrikant Marcel Bich auf den Markt. Seit 1950 wurden über 100 Milliarden BIC-Kugelschreiber in aller Welt verkauft.

Der Kugelschreiber französische Erfindungen BIC

4. Der Föhn

Kaum vorzustellen, dass der erste automatische Haartrockner aus dem Jahr 1888 stammt. Der französische Friseur Alexandre Godefroy erfand ein ziemlich angsteinjagendes Modell, das mit gaserwärmter Luft funktionierte und so ähnlich aussah wie dasjenige aus der Illustration von 1900. Das erste echte Handmodell (un sèche-cheveux) stammt aus 1926 und wurde von Calor, noch immer eine bekannte französische Föhnmarke, auf den Markt gebracht.

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5. Die Jeans: de Nîmes (Denim)!

Levi Strauss erfand die erste Hose mit Nieten, doch der von ihm verwendete Stoff stammte aus der südfranzösischen Stadt Nîmes. Daraus entstand der Namede Nîmes (aus Nîmes), was im Amerikanischen zu Denim wurde.

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 6. Der Bikini

Der Name kommt von der tropischen Insel Bikini, doch der moderne Bikini wurde in Paris erfunden. Im Juli 1946 präsentierte der Modeschöpfer Louis Réard seinen revolutionären Entwurf bei einem Schönheitswettbewerb im Art-Déco-Schwimmbad Molitor, das inzwischen zum hippen Pariser Luxushotel avancierte.

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7. Der Bleistiftspitzer

Der im 19. Jh. lebende Mathematiker Bernard Lassimone schrieb so viele Formeln nieder, dass er seine Bleistifte stündlich mit dem Messer wieder zuspitzen musste. 1822 reichte er ein Patent für einen kleinen Apparat ein, mit dem die ganze Sache wesentlich schneller ging: der taille-crayon oder auch Bleistiftspitzer.

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8. Der Heißluftballon

Dank zweier Brüder aus der Ardèche, Joseph und Etienne Montgolfier, stieg im Jahr 1783 der erste bemannte Heißluftballon in die Lüfte. Die Franzosen werden den Namen der Erfinder nicht so leicht vergessen, denn im Französischen heißt ein Heißluftballon noch immer montgolfière. Die Passagiere des ersten Heißluftballons waren übrigens ein Schaf, ein Hahn und eine Ente.

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9. Die Konserven(-nahrung) 

Nicht nur die Einführung unserer Nachnamen und das metrische System haben wir Napoleon zu verdanken, sondern auch die Konserven. Er versprach 1795 demjenigen eine Belohnung, der eine Methode erfinden würde, um die Lebensmittel seiner Truppen länger haltbar zu machen. Das inspirierte den Brauer Nicolas Appert aus der Champagne zu den ersten Versuchen, Lebensmittel in einer bouteille à conserve luftdicht zu verpacken.

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10. Das Poloshirt

Nein, dies ist keine englische Erfindung! Das Poloshirt geht auf das Konto des französischen Tennis-Champions Renée Lacoste, der 1927 eine bequemere und sportlichere Alternative zu dem damals üblichen, sehr formellen Tennis-Outfit präsentierte (Hemd und Pullover darüber). Der hochstehende Kragen diente dazu, den Nacken des Tennisspielers vor der Sonne zu schützen.

 

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Fotos: Tauchanzug/archief Beuchat, BIC (archieft), BH/Max PPP, Bikini (Poster von der Sommerausstellung in der Galerie Joseph in Paris, CC-NickyB), Jeans (Unsplash), Heißluftballon (Walter Lee Olivares de la Cruz-UNP).

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