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Der Leuchtturm von Cordouan: ein echtes Wunder

Von Royan aus gesehen erscheint er wie eine majestätische Fata Morgana über dem Atlantik. Cordouan, einer der ältesten Leuchttürme Frankreichs, ist nur über das Meer zu erreichen und war mit Sicherheit das beeindruckendste Erlebnis von Carole und ihrer Familie auf der Reise entlang der Atlantikküste. Wenn ihr irgendwo in der Nähe von Rochefort, Royan, Lacanau oder Bordeaux seid, dann müsst ihr unbedingt für diese wundersame Entdeckung in See stechen.

Nach dem „Wunder von Rochefort“ setzen wir unsere Reise Richtung Royan im Süden fort. Vom Aussichtsturm des Naturparks „Parc de l’Estuaire“ sehen wir schon aus der Ferne den Leuchtturm Cordouan, den wir am nächsten Tag per Boot besichtigen werden.

Meeresnaturpark bei Royan

Meeresnaturpark bei Royan an der Atlantikküste
Bei schönem Wetter empfiehlt sich ein Ausflug in die Natur zur Erkundung der Flora und Fauna an der größten Trichtermündung Europas im Parc naturel marin de l’Estuaire. Der Eintritt ist gratis, nur wer auch in den Spielbereich, in den „Maschinenraum“ (Audioguide auf Deutsch verfügbar) und auf den 55 Meter hohen Aussichtsturm mit seinem atemberaubenden Blick auf die Atlantik-Bucht will, braucht ein Ticket (5,- € für Erwachsene, 3,- € für Kinder von 6 bis 15 Jahren). Der Park bietet ferner kostenlose Freilichtausstellungen, Entdeckungsrouten durch den Wald für Kinder sowie thematische Veranstaltungen und Exkursionen entlang der Küste für Familien mit Kindern. Vom Park aus gelangt man direkt an mehrere idyllische kleine Strände. Mehr Infos: Parc de l’Estuaire

Leuchtturm von Cordouan vor Royan

Unterwegs nach Leuchtturm von Cordouan an der Atlantikküste

Für Weltwunder muss man was übrighaben! In unserem Fall: frühes Aufstehen. Um 7.00 Uhr morgens fanden wir uns im Hafen von Royan ein, um nicht die Fähre zu verpassen, die uns nach Le Verdon-sur-Mer an der Gironde-Mündung schippern sollte. Und wir waren nicht die Einzigen, die sich um diese Uhrzeit einschifften! Die einfache Überfahrt kostet 23,80 € pro Auto und maximal 3,20 € pro Insasse. Wohnmobile und Zweiräder werden auch befördert. Ein Kaffee zum Munterwerden in Port Médoc, bevor es auf das Schnellboot Bohême ging, das uns zum Leuchtturm brachte.

Mit dem Boot von La Boheme Richttung Leuchtturm von Cordouan

Mit einem Amphibienfahrzeug gelangten wir schließlich das letzte Stück bis auf die Sandbänke (40,- € ab 12 Jahren bzw. 31,- € für Kinder von 2 bis 12 Jahren, Besichtigung des Leuchtturms inbegriffen, sonst separat 10,- €). Wir hatten fabelhaftes Wetter, ruhige See, blauen Himmel und Sonne pur. Von der Küste aus wirkt der Leuchtturm von Cordouan noch winzig und verloren mitten im Meer. Je näher man ihm kommt, desto mehr steigt die Bewunderung für dieses Bauwerk, das 1862 zugleich mit der Notre Dame in Paris zum Baudenkmal erhoben wurde, und der Respekt vor den Bauleuten, die es nach 25-jähriger schwerer Arbeit im Jahr 1594 fertiggestellt haben – aber auch vor den Leuchtturmwärtern, die noch heute hier leben und arbeiten.

Beim Leuchtturmwärter und den wandernden Sandbänken

Sand Leuchtturm von Cordouan
Er ist der letzte Seeleuchtturm, der ganzjährig bewohnt ist. Nicht zum Betrieb des Leuchtfeuers, denn der geschieht heute automatische, sondern zum Schutz vor etwaigen Plünderungen. Außerdem ist der Turm ein architektonisches Kleinod mit seinen marmornen Königsgemächern, den Buntglasfenstern in der Kapelle und seiner bewegten Geschichte, die ihm den Beinamen „Versailles des Meeres“ einbrachte.

Leuchtturm von Cordouan - Wunder der Natur an der Atlantikkueste

Nach der Anlandung hatten wir knapp 2 Stunden Zeit, um die 311 Stufen zu erklimmen, den Ausblick zu genießen (Achtung, da oben weht es ganz gewaltig), dem Rundgang zu absolvieren und die Landschaft zu bewundern. Zugegeben, wir haben auch ziemlich viel Zeit auf den Sandbänken verbracht, die uns vorkamen, als würden sie sich bewegen. Am liebsten wären wir hier den ganzen Tag noch zum Baden und Picknicken geblieben, aber die Flut kommt rasch und wer zu lange trödelt, kann sich nur noch in den Turm flüchten … Diesen beeindruckenden Ausflug möchten wir wirklich jedem ans Herz legen! Überfahrten gibt es auch von Royan und Meschers-sur-Gironde aus.

Mehr Infos: Leuchtturm von Courdoan 

Leuchtturm Cordouan Atlantikkueste mit der Familie

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Text: Carole Gölitz, Fotos: Carole & Guido Gölitz

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