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Urlaub nach Corona: Was ändert sich in Frankreich?

Wie wird auf dem Campingplatz und in Restaurants in Frankreich zugehen? Wann muss man einen Mundschutz tragen? Und kann man sich noch an den Strand legen? Hier eine Übersicht aller Corona-Maßnahmen, die im Urlaub eine Rolle spielen.

Letztes Update: 21. September

Was ist im Frankreich-Urlaub erlaubt – und was nicht?

UPDATE Reisewarnung vom Auswärtigen Amt für diese Gebiete, stand 21. September 2020: 

  • Île-de-France ((mit der Hauptstadt Paris)
  • Provence-Alpes-Côte d’Azur (mit Marseille, Nizza, Cannes)
  • Occitanie
  • Nouvelle-Aquitaine
  • Auvergne-Rhone-Alpes
  • Korsika
  • Hauts-de-France
  • Übersee-Inseln La Réunion , Guadeloupe, Martinique
  • Überseegebiet Französische Guyana 

In diesen Regionen überschreitet die Zahl der Neuinfektionen 50 Fälle pro 100.000 Einwohner auf sieben Tage, weshalb sie zu Risikogebieten eingestuft wurden. 

Wer aus diesen Gebieten kommt, muss einen Corona-Test machen und sich in Quarantäne begeben, bis das Testergebnis vorliegt.

Les gestes barrières: die französischen Basis-Regeln zur Vermeidung einer Corona-Ausbreitung  

Die allgemeinen Corona-Richtlinien in Frankreich („die Barrière-Regeln“) ähneln denjenigen in Deutschland: Wenn man sich krank fühlt, sollte man zu Hause bleiben. Muss man niesen, dann in den Ellenbogen. Die Hände sollten häufig gewaschen werden. Zum Naseputzen verwendet man am besten Papiertaschentücher. Beim Begrüßen vermeidet man körperlichen Kontakt, und außerdem hält man 1 Meter Abstand.

corona

 

Gibt es in Frankreich eine Maskenpflicht?

– Seit Ende August haben die meisten französischen Städte eine Maskenpflicht auf den Straßen für die verkehrsreichsten Teile des Stadtzentrums eingeführt. Dies ist in Paris, Marseille, Nizza und Toulouse der Fall und gilt für alle Fußgänger ab 11 Jahren.

– Der Mund-Nasen-Schutz ist in Frankreich allerdings schon verpflichtend, wenn man den öffentlichen Verkehr nutzen oder ein Museum besuchen will. Seit dem 20. Juli gilt dies auch für Geschäfte und andere öffentliche Innenräume. Dies gilt auch an Tankstellen oder beim Betreten der Campingplatz- Rezeption und des Campingladens.

– Weiterhin besteht Maskenpflicht in Restaurants, Geschäften (jeder Ladenbesitzer oder die Ladenkette kann das selbst entscheiden), Theatern und Konzertgebäuden.

Diese Verpflichtung („le port du masque obligatoire“), meist am Eingang angegeben, gilt im Prinzip lediglich für Besucher ab 11 Jahre. Trägt man keinen Mund-Nasen-Schutz an einem Ort, an dem es verpflichtend ist, beträgt die Strafe 135 €.

– Im Freien ist das Tragen eines Mundschutzes an mehreren Orten in Frankreich ein Muss. Wenn es doch der Fall sein sollte, dann betrifft es meist Märkte oder vielbesuchte Einkaufsstraßen. Achtet deshalb auf Hinweisschilder!

Zum Weiterlesen: Corona-Regeln auf den französischen Autobahnen

Welche Mundschutz-Varianten sind erlaubt und sind sie vor Ort erhältlich?

Dort, wo das Tragen von „le masque“ in Frankreich verpflichtend ist, ist eine nicht-medizinischer Mundschutz sein oder auch eine chirurgische Wegwerfmaske oder ein selbstgemachter Stoffmundschutz. Viele Geschäfte in Frankreich verkaufen inzwischen Stoffmasken (die waschbar sind). Zudem gibt es die Wegwerfmasken in fast jeder französischen Apotheke oder im Supermarkt (max. 0,95€/Stück, in Packungen mit 5, 10 oder 50 Stück).

Urlaub nach Corona Masken

Gastronomie: Sind Cafés und Restaurants in Frankreich wieder geöffnet?

Restaurants und Cafés sind wieder geöffnet. Voraussetzung: mindestens 1 Meter Abstand zwischen den Tischen, maximal 10 Personen einer Gesellschaft an einem Tisch (auch aus verschiedenen  Haushalten), Mundschutz ist verpflichtend für die Bedienung und auch für die Gäste, wenn sie durch das Restaurant gehen.

In Marseille müssen die Cafés und Restaurants um 23 Uhr schließen. Auch in den Alpes-Maritimes schließt die Gastronomie früher (23.00 oder 1.00 Uhr).

Sind Cafés und Restaurants in Frankreich wieder geöffnet Paris

Geschäfte und Märkte

Alle Geschäfte in Frankreich dürfen wieder öffnen, auch die großen Warenhäuser und Einkaufszentren. Seit dem 20. Juli muss man in allen Geschäften einen Mundschutz tragen.

Was man in vielen Geschäften Frankreichs sieht: in großen Städten gilt in vielen Geschäften eine Maskenpflicht sowie Reinigung der Hände am Eingang mit Desinfektionsgel. Auch wird die Besucheranzahl begrenzt, es gibt Laufrichtungen im Laden sowie Markierungen an der Kasse (1 Meter Abstand). Zum Teil darf man auch nur mit höchstens einer weiteren Person eintreten. In den meisten Supermärkten wird das weniger streng gehandhabt.

Geschäfte und Märkte Corona regeln Frankreich

Was den Wochenmarkt betrifft, so stellt jede Gemeinde ihre eigenen Regeln auf, doch auch hier kann der Mundschutz für Verkäufer und Besucher verpflichtend sein. In Markthallen ist das fast immer der Fall, für Märkte im Freien gibt es Unterschiede in den Departements. Folgendes gilt für die Märkte in beliebten Städten: Saint-Tropez Nizza (verpflichtend) Bordeaux (verpflichtend), La Rochelle (verpflichtend).

Corona-Regeln auf Campingplätzen, in B&Bs, Hotels, Ferienhäusern

Alle Touristenunterkünfte müssen die Grundregeln respektieren (Abstand, so wenig Kontakt wie möglich etc.) und es werden strengere Reinigungs- und Desinfektionsprozesse angewandt. In den Restaurants und Bars der Hotels und auf den Campingplätzen gelten die oben genannten Gastronomierrichtlinien.

Darüber hinaus treffen alle Hotels, Campingplätze und chambres d’hôtes ihre eigenen Vorsorgemaßnahmen wie angepasste Hygiene- und Zugangsregeln zu den Sanitärgebäuden sowie bestimmte Öffnungszeiten der gemeinschaftlich genutzten Einrichtungen. Weiterhin geben viele Campingplätze eine Extraportion Chlor ins Schwimmbad, und die Liegen stehen mindestens einen Meter auseinander.

Bitte beachten: Einige Campingplätze vermieten in diesem Sommer nur Stellplätze nach vorheriger Reservierung (auch für die freien Stellplätze). Schaut am besten vorher noch einmal auf deren Website nach, ob ihr reservieren solltet.

Die 1-Meter-Abstandsregel betrifft offiziell auch Kinder, doch es gibt kein Verbot für spielende Kinder auf dem Campingplatz. Die Kinderprogramme sind oftmals angepasst (kleinere Gruppen, nur im Freien etc.), doch im Prinzip finden sie statt.

Sport im Freien ist für eine Gruppe mit bis zu 10 Personen auf dem Campinggelände erlaubt, doch Aktivitäten in geschlossenen Räumen oder mit körperlichem Kontakt sind derzeit noch in ganz Frankreich verboten.

Einige Sport- und Animationsaktivitäten werden daher in Feriendörfern und auf Campingplätzen nicht stattfinden können. Was mit den Kinderclubs ist, das ist noch ungewiss. Vermutlich werden sie in den grünen Departements nicht verboten, denn französische Kinder-Ferienlager (colonies de vacances) dürfen in diesen Regionen auch wieder abgehalten werden.

Huttopia Camping Aiguebelettes

Für Ferienhäuser oder Mietunterkünfte auf dem Campingplatz sind uns bisher keine Regelungen bekannt, was die Zusammensetzung der Gesellschaft betrifft. Ihr könnt also eine Unterkunft mieten, auch wenn ihr aus verschiedenen Haushalten kommt. Zudem können Kinder draußen vor dem Ferienhaus auf der Straße spielen: Es bestehen keine Einschränkungen für öffentliche Plätze – außer, dass sich nicht mehr als 10 Personen treffen dürfen.

Strand, Seen, Schwimmbäder und Parks

Die französischen Strände, Badeseen und Wälder sind wieder zugänglich. Am Strand darf man sogar wieder in der Sonne liegen (bisher musste man sich dort bewegen). Voraussetzung ist jedoch, dass man Abstand zu den anderen Badegästen hält und nicht mit mehr als 10 Menschen eine Gruppe bildet (Kinder werden mitgezählt).

Einige vielbesuchte Badeorte haben Ende Juli eine Ausgangssperre eingeführt, sodass Jugendliche abends nicht mehr herumhängen können.

In Parks ist wieder fast alles erlaubt (auch in Paris): spazieren gehen, spielen, Sport betreiben und sogar picknicken (mit max. 10 Personen). Öffentliche Schwimmbäder in Frankreich begrenzen die Zahl der Besucher (für einen bestimmten Zeitraum). Whirlpools können nicht genutzt werden.

Paris Urlaub nach Corona: Was ändert sich in Frankreich?

Museen, Freizeitparks und Sehenswürdigkeiten

In Museen und Monumenten muss eine Maske getragen werden. Weiterhin ist die Besucherzahl meist begrenzt und die Tickets müssen oftmals im Voraus reserviert werden. Neben dem Einhalten des Mindestabstands solltet ihr auch mit anderen Sicherheitsmaßnahmen rechnen. Zum Beispiel, dass es manchmal nur Take-away gibt oder kontaktlos bezahlt wird.

Diverse große Freizeitparks in Frankreich sind wieder offen, dazu gehören Puy du Fou, Futoroscope und Disneyland Paris. Durch die begrenzte Kapazität bzw. durch zusätzliche Vorstellungen wird die Einhaltung eines Mindestabstands zwischen den Besuchern gewährleistet.

Auch in Paris öffnen fast alle Museen und Sehenswürdigkeiten wieder. Bei fast allen größeren Sehenswürdigkeiten und Attraktionen in Frankreich ist eine Reservierung notwendig!

Ausgehen und Events

Theater, Kinos und Casinos dürfen seit Juni unter Einhaltung bestimmter Regeln wieder Besucher empfangen. Nachtclubs und Konzertsäle bleiben dagegen vorerst noch geschlossen.

Nachtclubs dürfen frühestens ab dem 22. Juni Besucher empfangen. Veranstaltungen unter freiem Himmel mit mehr als 5.000 Personen bleiben bis September verboten. Indoor-Events dürfen nur dann stattfinden, wenn alle Besucher mindestens 1 Meter Abstand voneinander einhalten können.

Verkehr

Das gilt sowohl in Zug und Metro als auch im Bahnhof. Die französische Bahn hält in den Zügen mit verpflichtender Reservierung so viele Stühle wie möglich zwischen den Reisenden frei, sofern die Züge nicht allzu voll sind. In diversen großen Städten (Paris, Lyon) stehen Spender mit desinfizierendem Handgel an den Bushaltestellen.

Viele Gemeinden unterstützen den Fahrradverkehr. So sind in manchen Städten in Rekordzeit viele Kilometer an Radwegen dazugekommen, vor allem in Paris. Dort ist die normalerweise vielbefahrene Rue de Rivoli inzwischen komplett für Autos geschlossen: ein einziger großer Radweg!

Im Auto ist ein Mundschutz kein Muss in Frankreich. Weiterhin gelten auch keine Regeln bzgl. der Höchstzahl an Mitfahrern oder der Anzahl an Haushalten in einem Privatauto. Wir konnten keine einzige französische Regelung von stattlicher Seite finden, die einen Mund-Nasenschutz im Privatauto vorschreibt (allerdings schon fürs Carsharing und für Mietfahrgelegenheiten wie BlablaCar, im Französischen als „covoiturage“ umschrieben). Viele Leute interpretieren dieses covoiturage als eine Form des Zusammensitzens im Auto. Möchtet ihr auf Nummer sicher gehen? Nehmt dann den Mundschutz mit ins Auto. Restaurants an Tankstellen oder Autobahnen sind wieder offen und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist verpflichtend.

Mundschutze sind auch im Taxi erforderlich.

Viele französische Städte fördern die Benutzung von Fahrrädern. Mehrere Städte haben in Rekordzeit kilometerlange zusätzliche Radwege angelegt, vor allem in Paris. Dort ist die stark befahrene Rue de Rivoli nun vollständig für Autos gesperrt: ein großer Fahrradweg. In Paris sind Mundschutze auf den Straßen jetzt Pflicht, aber das gilt nicht für Radfahrer.

Viele französische Städte fördern die Benutzung von Fahrrädern. Mehrere Städte haben in Rekordzeit kilometerlange zusätzliche Radwege angelegt, vor allem in Paris. Dort ist die stark befahrene Rue de Rivoli nun vollständig für Autos gesperrt: ein großer Fahrradweg. In Paris sind Mund-Nase-Schutze auf den Straßen jetzt Pflicht, aber das gilt nicht für Radfahrer.

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Zum weiterlesen: Corona-regeln auf den französischen Autobahnen

Man darf an den Raststätten (aires de repos) picknicken – mit maximal 10 Personen.

 Hand-Gel-auf-der-Straße-Paris-Lyon

Was ist zu tun, wenn ihr im Urlaub Krankheitssymptome bekommt?

Bei ersten Anzeichen einer Krankheit oder nach einem positiven Corona-Test werdet ihr in Frankreich um eine zweiwöchige, „freiwillige Selbstisolation“ gebeten. Das bedeutet, dass ihr mindestens zwei Wochen lang drinnen bleiben müsst und euch zu Hause so gut wie möglich von anderen Familienmitgliedern oder Mitbewohnern absondern solltet. Diese Quarantäne wird in Frankreich nicht kontrolliert und darf im Prinzip auch in einem Ferienhaus stattfinden. Ihr könnt aber auch beschließen, euch ins Auto zu setzen und wieder heim zu fahren (die kranke Person darf jedoch das Auto an Tankstellen oder ähnlichem nicht verlassen). Seid ihr zu Hause angekommen, dann müssen alle Mitreisenden in Quarantäne. Viele Campingplätze bitten ihre Gäste, die Erkrankung bei der Rezeption zu melden.

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Text: Copyright frankrijk.nl/2020, Foto: See/SUP-Boards: Huttopia, Thijs Heslenfeld (Bar, Geschäft innen), Unsplash, NickyB

4 Antworten zu “Urlaub nach Corona: Was ändert sich in Frankreich?”

  1. Martin Gollnau sagt:

    Sehr gute Information

  2. Doris Cilimba sagt:

    Danke für die vielen guten Infos! Wir fahren am 18. Juni wieder in unser geliebtes Frankreich !

  3. Wolfgang Schönermark sagt:

    danke gute nachrichten. vielen dank.

  4. Patty sagt:

    Bin seit dem 4. Juli in Frankreich bis am 25. In der Nähe von Parpignone. Am Meer sind wenige die Masken Tragen, einzelne Geschäfte darf man nicht ohne Masken eintretten sonst holen sie die Polizei drohen diese!!!! An sollchen Einkaufscentern tragen die meisten Franzosen Masken auch Kinder ob es vom Laden erforderlich ist oder nicht. Den Abstand hingegen wird nicht so eingehalten,
    Wünsche Euch allen schöne Ferien!

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