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Urlaub nach Corona: Was ändert sich in Frankreich?

Sind Hotels und Restaurants derzeit in Frankreich offen? Wann muss man Maske tragen? Eine Übersicht der Corona-Maßnahmen, mit denen man während einer Frankreich-Reise konfrontiert wird.

Letztes Update vom 22. Januar

Update vom 22.1. Ab nächsten Sonntag, 24.1., muss bei der Einreise nach Frankreich das Ergebnis eines vor maximal 72 Stunden durchgeführten negativen PCR-Tests mitgeführt werden. Touristen, die aus Nicht-Schengenländern nach Frankreich einreisen, müssen schon länger einen negativen Test vorweisen können und sich danach 7 Tage in Quarantäne begeben, gefolgt von einem zweiten Test.

Der französische Gesundheitsminister empfahl am 22.1. auch die Verwendung von chirurgischen Masken. Die (Wegwerf-) Masken sollen einen besseren Schutz gegen die neuesten Corona-Mutationen bieten als Stoffmasken oder selbstgemachter Mundschutz. Einen strengeren Lockdown in Frankreich (erneute Schließung der Geschäfte) erwähnte der Minister – trotz heftiger Spekulationen – nicht.

Update vom 21.1. Die französische Regierung bestätigte weiterhin, dass die Skigebiete in Frankreich auch Anfang Februar noch nicht öffnen werden.

Außerdem sind Museen, Theater, Denkmäler und Restaurants in Paris bis mindestens Mitte Februar 2021 wegen der Corona-Epidemie geschlossen.

Gibt es in Frankreich eine Maskenpflicht?

– Der Mund-Nasen-Schutz ist in Frankreich allerdings schon verpflichtend, wenn man den öffentlichen Verkehr nutzen oder ein Museum besuchen will. Seit dem 20. Juli gilt dies auch für Geschäfte und andere öffentliche Innenräume. Dies gilt auch an Tankstellen oder beim Betreten der Campingplatz- Rezeption und des Campingladens.

– Weiterhin besteht Maskenpflicht in Restaurants, Geschäften (jeder Ladenbesitzer oder die Ladenkette kann das selbst entscheiden), Theatern und Konzertgebäuden.

Diese Verpflichtung („le port du masque obligatoire“), meist am Eingang angegeben, gilt im Prinzip lediglich für Besucher ab 11 Jahre. Trägt man keinen Mund-Nasen-Schutz an einem Ort, an dem es verpflichtend ist, beträgt die Strafe 135 €.

– Im Freien ist das Tragen eines Mundschutzes an mehreren Orten in Frankreich ein Muss. Wenn es doch der Fall sein sollte, dann betrifft es meist Märkte oder vielbesuchte Einkaufsstraßen. Achtet deshalb auf Hinweisschilder!

Zum Weiterlesen: Corona-Regeln auf den französischen Autobahnen

Welche Mundschutz-Varianten sind erlaubt und sind sie vor Ort erhältlich?

Dort, wo das Tragen von „le masque“ in Frankreich verpflichtend ist, ist eine nicht-medizinischer Mundschutz sein oder auch eine chirurgische Wegwerfmaske oder ein selbstgemachter Stoffmundschutz. Viele Geschäfte in Frankreich verkaufen inzwischen Stoffmasken (die waschbar sind). Zudem gibt es die Wegwerfmasken in fast jeder französischen Apotheke oder im Supermarkt (max. 0,95€/Stück, in Packungen mit 5, 10 oder 50 Stück).

Urlaub nach Corona Masken

Gastronomie: Sind Cafés und Restaurants in Frankreich wieder geöffnet?

Seit Ende Oktober sind alle französischen Restaurants und Cafés für Gäste geschlossen und werden möglicherweise nicht vor Ende Februar wieder öffnen. Take-away ist möglich.

Sind Cafés und Restaurants in Frankreich wieder geöffnet Paris

Geschäfte und Märkte

In Frankreich sind alle Geschäfte wieder geöffnet, auch die großen Kaufhäuser. Aber im Moment schließen sie spätestens um 18 Uhr, wegen der Ausgangssperre.

Was man in vielen Geschäften Frankreichs sieht: in großen Städten gilt in vielen Geschäften eine Maskenpflicht sowie Reinigung der Hände am Eingang mit Desinfektionsgel. Auch wird die Besucheranzahl begrenzt, es gibt Laufrichtungen im Laden sowie Markierungen an der Kasse (1 Meter Abstand). Zum Teil darf man auch nur mit höchstens einer weiteren Person eintreten. In den meisten Supermärkten wird das weniger streng gehandhabt.

Geschäfte und Märkte Corona regeln Frankreich

Was den Wochenmarkt betrifft, so stellt jede Gemeinde ihre eigenen Regeln auf, doch auch hier kann der Mundschutz für Verkäufer und Besucher verpflichtend sein. In Markthallen ist das fast immer der Fall, für Märkte im Freien gibt es Unterschiede in den Departements. Folgendes gilt für die Märkte in beliebten Städten: Saint-Tropez Nizza (verpflichtend) Bordeaux (verpflichtend), La Rochelle (verpflichtend).

Corona-Regeln auf Campingplätzen, in B&Bs, Hotels, Ferienhäusern

Während des Lockdowns durften Hotels und andere touristische Unterkünfte geöffnet bleiben, sofern sie sich an die Corona-Regeln halten.

Campingplätze, Feriendörfer und Jugendherbergen sind seit Oktober – bis auf Weiteres – erneut geschlossen(Ausnahme: „professionelle Gäste“ = Arbeitgebernachweis nötig).

Alle Touristenunterkünfte müssen die Grundregeln respektieren (Abstand, so wenig Kontakt wie möglich etc.) und es werden strengere Reinigungs- und Desinfektionsprozesse angewandt.

Darüber hinaus treffen alle Hotels, Campingplätze und chambres d’hôtes ihre eigenen Vorsorgemaßnahmen wie angepasste Hygiene- und Zugangsregeln zu den Sanitärgebäuden sowie bestimmte Öffnungszeiten der gemeinschaftlich genutzten Einrichtungen. Weiterhin geben viele Campingplätze eine Extraportion Chlor ins Schwimmbad, und die Liegen stehen mindestens einen Meter auseinander.

Die französischen Skigebiete dürfen im Dezember und Januar nicht öffnen. Am 20.1. wird bekannt sein, wann sie öffnen werden.

Huttopia Camping Aiguebelettes

Für Ferienhäuser oder Mietunterkünfte auf dem Campingplatz sind uns bisher keine Regelungen bekannt, was die Zusammensetzung der Gesellschaft betrifft.

Strand, Bergen, Seen, Schwimmbäder und Parks

Die französischen Strände, Badeseen und Wälder sind wieder zugänglich. Am Strand darf man sogar wieder in der Sonne liegen (bisher musste man sich dort bewegen). Voraussetzung ist jedoch, dass man Abstand zu den anderen Badegästen hält und nicht mit mehr als 10 Menschen eine Gruppe bildet (Kinder werden mitgezählt).

Einige vielbesuchte Badeorte haben Ende Juli eine Ausgangssperre eingeführt, sodass Jugendliche abends nicht mehr herumhängen können.

In Parks ist wieder fast alles erlaubt (auch in Paris): spazieren gehen, spielen, Sport betreiben und sogar picknicken (mit max. 10 Personen). Öffentliche Schwimmbäder in Frankreich begrenzen die Zahl der Besucher (für einen bestimmten Zeitraum). Whirlpools können nicht genutzt werden.

Die französischen Skigebiete dürfen im Dezember und Januar nicht öffnen. Am 20.1. wird bekannt sein, wann sie öffnen werden.

Paris Urlaub nach Corona: Was ändert sich in Frankreich?

Museen, Freizeitparks und Sehenswürdigkeiten

Museen, Theater und Kinos dürfen im Februar wieder – unter strengen Corona-Maßnahmen – öffnen, allerdings bleiben Freizeitparks noch geschlossen. Disneyland Paris heröffnet am 2 April 2021.

In Museen und Monumenten muss eine Maske getragen werden. Weiterhin ist die Besucherzahl meist begrenzt und die Tickets müssen oftmals im Voraus reserviert werden. Neben dem Einhalten des Mindestabstands solltet ihr auch mit anderen Sicherheitsmaßnahmen rechnen. Zum Beispiel, dass es manchmal nur Take-away gibt oder kontaktlos bezahlt wird.

Diverse große Freizeitparks in Frankreich sind wieder offen, dazu gehören Puy du Fou, Futoroscope und Disneyland Paris. Durch die begrenzte Kapazität bzw. durch zusätzliche Vorstellungen wird die Einhaltung eines Mindestabstands zwischen den Besuchern gewährleistet.

Auch in Paris öffnen fast alle Museen und Sehenswürdigkeiten wieder. Bei fast allen größeren Sehenswürdigkeiten und Attraktionen in Frankreich ist eine Reservierung notwendig! Praktisch: Diese Website bietet Online-Buchungen für die meisten Museen und Vergnügungsparks.

Verkehr

Das gilt sowohl in Zug und Metro als auch im Bahnhof. Die französische Bahn hält in den Zügen mit verpflichtender Reservierung so viele Stühle wie möglich zwischen den Reisenden frei, sofern die Züge nicht allzu voll sind. In diversen großen Städten (Paris, Lyon) stehen Spender mit desinfizierendem Handgel an den Bushaltestellen.

Viele Gemeinden unterstützen den Fahrradverkehr. So sind in manchen Städten in Rekordzeit viele Kilometer an Radwegen dazugekommen, vor allem in Paris. Dort ist die normalerweise vielbefahrene Rue de Rivoli inzwischen komplett für Autos geschlossen: ein einziger großer Radweg!

Im Auto ist ein Mundschutz kein Muss in Frankreich. Weiterhin gelten auch keine Regeln bzgl. der Höchstzahl an Mitfahrern oder der Anzahl an Haushalten in einem Privatauto. Wir konnten keine einzige französische Regelung von stattlicher Seite finden, die einen Mund-Nasenschutz im Privatauto vorschreibt (allerdings schon fürs Carsharing und für Mietfahrgelegenheiten wie BlablaCar, im Französischen als „covoiturage“ umschrieben). Viele Leute interpretieren dieses covoiturage als eine Form des Zusammensitzens im Auto. Möchtet ihr auf Nummer sicher gehen? Nehmt dann den Mundschutz mit ins Auto. Restaurants an Tankstellen oder Autobahnen sind wieder offen und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist verpflichtend.

Mundschutze sind auch im Taxi erforderlich.

Viele französische Städte fördern die Benutzung von Fahrrädern. Mehrere Städte haben in Rekordzeit kilometerlange zusätzliche Radwege angelegt, vor allem in Paris. Dort ist die stark befahrene Rue de Rivoli nun vollständig für Autos gesperrt: ein großer Fahrradweg. In Paris sind Mundschutze auf den Straßen jetzt Pflicht, aber das gilt nicht für Radfahrer.

Viele französische Städte fördern die Benutzung von Fahrrädern. Mehrere Städte haben in Rekordzeit kilometerlange zusätzliche Radwege angelegt, vor allem in Paris. Dort ist die stark befahrene Rue de Rivoli nun vollständig für Autos gesperrt: ein großer Fahrradweg. In Paris sind Mund-Nase-Schutze auf den Straßen jetzt Pflicht, aber das gilt nicht für Radfahrer.

Les gestes barrières: die französischen Basis-Regeln zur Vermeidung einer Corona-Ausbreitung  

Die allgemeinen Corona-Richtlinien in Frankreich („die Barrière-Regeln“) ähneln denjenigen in Deutschland: Wenn man sich krank fühlt, sollte man zu Hause bleiben. Muss man niesen, dann in den Ellenbogen. Die Hände sollten häufig gewaschen werden. Zum Naseputzen verwendet man am besten Papiertaschentücher. Beim Begrüßen vermeidet man körperlichen Kontakt, und außerdem hält man 1 Meter Abstand.

Zum weiterlesen: Corona-regeln auf den französischen Autobahnen

Man darf an den Raststätten (aires de repos) picknicken – mit maximal 10 Personen.

 Hand-Gel-auf-der-Straße-Paris-Lyon

Was ist zu tun, wenn ihr im Urlaub Krankheitssymptome bekommt?

Bei ersten Anzeichen einer Krankheit oder nach einem positiven Corona-Test werdet ihr in Frankreich um eine zweiwöchige, „freiwillige Selbstisolation“ gebeten. Das bedeutet, dass ihr mindestens zwei Wochen lang drinnen bleiben müsst und euch zu Hause so gut wie möglich von anderen Familienmitgliedern oder Mitbewohnern absondern solltet. Diese Quarantäne wird in Frankreich nicht kontrolliert und darf im Prinzip auch in einem Ferienhaus stattfinden. Ihr könnt aber auch beschließen, euch ins Auto zu setzen und wieder heim zu fahren (die kranke Person darf jedoch das Auto an Tankstellen oder ähnlichem nicht verlassen). Seid ihr zu Hause angekommen, dann müssen alle Mitreisenden in Quarantäne. Viele Campingplätze bitten ihre Gäste, die Erkrankung bei der Rezeption zu melden.

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Text: Copyright frankrijk.nl/2020, Foto: See/SUP-Boards: Huttopia, Thijs Heslenfeld (Bar, Geschäft innen), Unsplash, NickyB

4 Antworten zu “Urlaub nach Corona: Was ändert sich in Frankreich?”

  1. Martin Gollnau sagt:

    Sehr gute Information

  2. Doris Cilimba sagt:

    Danke für die vielen guten Infos! Wir fahren am 18. Juni wieder in unser geliebtes Frankreich !

  3. Wolfgang Schönermark sagt:

    danke gute nachrichten. vielen dank.

  4. Patty sagt:

    Bin seit dem 4. Juli in Frankreich bis am 25. In der Nähe von Parpignone. Am Meer sind wenige die Masken Tragen, einzelne Geschäfte darf man nicht ohne Masken eintretten sonst holen sie die Polizei drohen diese!!!! An sollchen Einkaufscentern tragen die meisten Franzosen Masken auch Kinder ob es vom Laden erforderlich ist oder nicht. Den Abstand hingegen wird nicht so eingehalten,
    Wünsche Euch allen schöne Ferien!

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