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Bildschön: Springflut in der Bretagne

Die Grandes marées sorgen in den nächsten Monaten für ein faszinierendes Schauspiel in der Bretagne – vor allem in der Bucht von Mont Saint-Michel, wo Ebbe und Flut den größten Höhenunterschied von ganz Europa haben. So kann in diesem Winter die Differenz zwischen Ebbe und Flut am Korsaren-Strand Saint-Malo bis zu 14 Meter betragen!

springtij saint malo bertagne-cc-Alain-Stoll

Die besondere geografische Lage von Saint-Malo in der Bucht bei Mont Saint-Michel ist dafür verantwortlich, dass hier im Meer die größten Gezeiten-Unterschiede von ganz Europa auftreten. Übersteigt der Gezeitenkoeffizient den Wert 90, dann sprechen wir von grandes marées, oder auch Springflut (im Fachjargon Springtide). Der Unterschied zwischen Hoch- und Niedrigwasser kann dann bis zu 14 Meter betragen. Den besten Blick auf das Meer und die Gezeiten hat man auf den Deichen bei Sillon und bei Rochebonne (Foto unten). Bei Flut ist die Kraft der Wellen absolut beeindruckend, vor allem dann, wenn ein starker Nordwestwind hinzukommt.

Saint Malo grande maree springtij-CC-CRT-Bretagne-Yannick-Le-Gal-2

Gezeitenfischerei bei Ebbe

Bei Niedrigwasser enthüllt das Meer seine Schätze: Krabben, Garnelen, Muscheln. Freunde der pêche à pied (Gezeitenfischerei) haben dann eine Stunde Zeit, um ihre Eimer zu füllen. Danach steigt das Meerwasser wieder an. Die großen Gezeitenunterschiede ermöglichen auch den Zugang zu Gebieten entlang der bretonischen Küste, die normalerweise nicht zu Fuß erreichbar sind, wie die Bucht von Saint-Brieuc sowie das gleichnamige Naturschutzgebiet. Auch die Küste bei Roscoff ist in Zeiten der Springtide absolut einen Besuch wert. In dem weitläufigen Gebiet ist viel Seetang zu finden, der mit der Hand geerntet wird, um später als Wirkstoff in Kosmetika, in der Landwirtschaft oder als Nahrungsmittel seine Verwendung zu finden.

peche a pied bretagne cc marthe lelievre

„Wattlaufen“ zu den bretonischen Inseln

Zur Bretagne gehören fast 300 Inseln. Viele von ihnen sind mit dem Festland über Wege verbunden, die nur bei Ebbe zugänglich sind: die Insel Callot (Foto) in der Buch von Morlaix, Berder im Golf von Morbihan oder La Comtesse in Saint-Quay-Portrieux – um nur einige derjenigen Inseln zu nennen, die nur dann zu Fuß erreichbar sind, wenn sich das Meer zurückzieht.

Ile Callot à Carantec

Zeitpunkte der nächsten Grandes marées:

4.-6. Dezember 2017: maximaler Koeffizient 107
2.-4. Januar 2018: maximaler Koeffizient 107
1.-3. Februar 2018: maximaler Koeffizient 109
2.-4. März 2018: maximaler Koeffizient 110

Weitere Infos: www.bretagne-vakantie.bzh

Fotos: CRT Bretagne/Yannick le Gal (Saint-Malo 2x), MdT Baie de Morlaix (Ile Callot), CC/Marthe Lelièvre (Gezeitenfischerei), CC/Alain Stoll (Pfähle im Wasser), CC/bpmm (Wellen).

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