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8 französische Gesten – und was sie bedeuten

Nicht nur die Italiener setzen gerne ihre Hände als Kommunikationsmittel ein. Auch die Franzosen können eine Menge sagen, ohne Worte zu gebrauchen. Kennt ihr diese französischen Handbewegungen?

  1. Der hat sich einen hinter die Binde gekippt

Die Hand zur Faust ballen und dann um die Nasenspitze drehen – das bedeutet bei den Franzosen, dass jemand zu tief ins Glas geschaut hat. Il/elle est saoul(e) (er/sie ist betrunken)!

Französische Handbewegungen

2. „Noch eins bitte!“

In Frankreich kann der hochgestreckte Daumen – wie bei uns – bedeuten, dass man was prima findet oder einverstanden ist. Doch die Franzosen setzen ihn auch dann ein, wenn sie die Zahl 1verdeutlichen möchten. „Wie viele Gläser Bier wollt ihr noch?“, fragt der Typ an der Bar. Ein Franzose streckt dann nicht seinen Zeigefinger, sondern seinen Daumen noch: Une, s’il vous plaît!

Französische Handbewegungen

3. Allez, on se casse … (Komm, wir gehen!) 

Beide Hände flach ausstrecken und die obere auf die untere Hand klatschen – diese Geste setzt der Franzose dann ein, wenn er jemandem mittteilen möchte, dass es (höchste) Zeit für den Aufbruch ist.

Französische Handbewegungen

4. Mon oeil!

Man hat sofort De Funès vor Augen: Der Kopf ist leicht nach vorne geneigt, die Augenbrauen werden nach oben gezogen und dann zieht man mit dem Finger die Haut unter dem einen Auge langsam nach unten. Diese urtypische französische Geste verstärkt den Ausruf Mon oeil! oder „Ich hab dich durchschaut, ich glaub dir nicht, mir kannst du nichts erzählen“ … Die Engländer nutzen im gleichen Kontext einen ganz anderen Körperteil: My foot!

Französische Handbewegungen

5. Nicht perfekt, sondern zéro!

Aufgepasst: In vielen Ländern bedeutet der mit Zeigefinger und Daumen gebildete Kreis ein „prima“ oder „picobello“. Doch in Frankreich kann auch genau das Gegenteil gemeint sein, nämlich „zéro“oder null.

Jemand fragt „War’s schön?“ und der aufmüpfige Teenager macht diese Handbewegung … dann war’s wohl eher ne Pleite.

Französische Handbewegungen

6. Ça t’est passé sous le nez!

„Haha, das ist dir durch die Lappen gegangen!” Möchte euch ein Franzose ärgern, weil ihr eine Wette verloren habt oder was schief gegangen ist, dann macht er diese Handbewegung: ein ausgestreckter Zeigefinger, den er in einer geraden Linie unter der Nase vorbeizieht. Dazu gehört natürlich ein schadenfroher oder provozierender Gesichtsausdruck.

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7. Da tut sich was! 

„Aha, die zwei haben was miteinander! Die sind verknallt“ Zwei Zeigefinger, die sich gegenseitig zu küssen scheinen, eventuell unterstützt mit schmatzenden Kussgeräuschen.

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8. Tu n’auras rien du tout!

Seit Generationen in Gebrauch: Ein Franzose drückt seinen Daumen kräftig und schnell hinter seinen Vorzähnen nach vorne. Das ist die Antwort für denjenigen, der was von ihm haben möchte: „Du bekommst nicht die Bohne von mir, absolut nichts“.

Französische Handbewegungen

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Text und Fotos: Nicky Bouwmeester

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